Karls letzte Reise: Aichachs Seelsorger mit Herz hinterlässt Vermächtnis
Ein Leben für die Seelsorge: Karl Mayr, der engagierte Priester der Pfarreiengemeinschaft Aichach, ist im Alter von 74 Jahren verstorben. Der Bischof Bertram würdigte ihn als einen Seelsorger, der bis zu seinem letzten Atemzug für die Menschen in seiner Gemeinde da war. Mayr wurde am 3. Februar 1952 in Oberndorf geboren und erlebte erst spät die Berufung zum Priester, nachdem er zuvor eine Ausbildung zum Französischdolmetscher und zum Industriekaufmann absolviert hatte. Seine prägenden Gespräche mit erfahrenen Priestern bestärkten ihn in der Entscheidung für das priesterliche Leben. Die Priesterweihe empfing er schließlich am 27. Juni 1982.
Seine erste Pfarrstelle trat Karl Mayr 1985 in Unterknöringen bei Günzburg an, nach zwei Kaplansjahren in Illertissen und Schrobenhausen. In der Pfarrei Reichertshofen, wo er 22 Jahre lang als Pfarrer wirkte, initiierte er einen Krankenbesuchsdienst, der bis heute geschätzt wird. Besonders am Herzen lag ihm die vielfältige Kirchenmusik und die deutsch-französische Freundschaft, die er zeitlebens förderte. Auch nach seinem Ruhestand, den er in Aichach verbrachte, kümmerte er sich weiterhin um die örtliche Seelsorge.
Die letzten Tage und Abschied
Nach langer Krankheit starb Karl Mayr Anfang Juni in Göggingen. Die Gemeinde wird ihn am 12. Juni um 18 Uhr mit einem Rosenkranz in der Pfarrkirche St. Margaretha in Reichertshofen ehren. Das Requiem findet am 13. Juni um 10 Uhr statt, wonach er im Priestergrab auf dem Friedhof in Reichertshofen beigesetzt wird.
Ein Blick auf die Seelsorgschaft
Die Arbeit von Seelsorgern wie Karl Mayr ist unverzichtbar für das kirchliche Leben. Seelsorger sind nicht nur religiöse Führer; sie gestalten auch das Leben ihrer Gemeinden aktiv mit. Wie Glaube Berufung beschreibt, arbeiten Pastoralreferent/innen an der Schnittstelle zwischen Kirche und Gesellschaft. Sie bieten Antworten auf die Lebens- und Glaubensfragen der Menschen und sind Ansprechpartner für alle, die sich in ihrer spirituellen Suche befinden. Engagierte Seelsorger, wie Karl Mayr, tragen maßgeblich zur Entwicklung neuer Formen der Pastoral und zur Stärkung des Kirchenprofils bei.
Ein Beispiel für diesen Aufbruch ist Pastor Roland Keiss, der seit Juni 2025 in der Wallfahrtsseelsorge in Maria Vesperbild tätig ist. Aufgewachsen in Lübeck, hat er sich nach einer Karriere als Altenpfleger für das Priesteramt entschieden. Wie Maria Vesperbild berichtet, sorgt er mit seiner Erfahrung und seiner Hingabe dafür, dass die spirituellen Bedürfnisse der Menschen erkannt und verstanden werden.
In Zeiten, in denen die Herausforderungen der Seelsorge vielfältiger denn je sind, bleibt das Engagement von Priester wie Karl Mayr und die jungen Seelsorger wie Roland Keiss essentiell für die Gemeinde. Ihr Wirken zeigt, dass Seelsorge nicht nur ein Beruf, sondern eine Berufung ist, die das Leben vieler Menschen bereichert.


