Heute ist der 8.06.2026. Mit tiefer Trauer nehmen wir Abschied von Karl Mayr, einem Seelsorger, der bis zu seinem letzten Atemzug mit vollem Herzen für die Pfarreiengemeinschaft Aichach da war. Der gebürtige Oberndorfer, der am 3. Februar 1952 das Licht der Welt erblickte, verstarb Anfang Juni im Alter von 74 Jahren nach längerer Krankheit in Göggingen. Ein Verlust, der in den Herzen vieler Menschen nachhallt.

Bischof Bertram würdigte Karl Mayr als einen engagierten Seelsorger, der seine Berufung auf eine ganz besondere Weise lebte. Interessant ist, dass er seine priesterliche Laufbahn erst spät erkannte – nach einer Ausbildung zum Französischdolmetscher und Industriekaufmann. Gespräche mit prägenden Priestern haben ihn bestärkt, den ungewöhnlichen Weg in die Seelsorge einzuschlagen. Am 27. Juni 1982 wurde er zum Priester geweiht und begann damit, anderen Menschen auf eine Weise zu helfen, die er selbst als „einen der schönsten Berufe“ bezeichnete.

Ein Leben für die Gemeinde

Seine erste Pfarrstelle trat Karl 1985 in Unterknöringen bei Günzburg an, nachdem er als Kaplan in Illertissen und Schrobenhausen wirkte. Hier zeigte sich schon früh sein Engagement für die vielfältige Kirchenmusik und die deutsch-französische Freundschaft, zwei Themen, die ihm am Herzen lagen. Nach 22 Jahren in Reichertshofen, wo er einen Krankenbesuchsdienst initiierte und die örtliche Seelsorge maßgeblich unterstützte, zog er sich in den Ruhestand zurück. Doch auch in dieser Zeit blieb er aktiv, half weiterhin in Aichach und war eine Stütze für viele.

Die Pfarrei St. Margaretha in Reichertshofen wird ihn am 12. Juni um 18 Uhr mit einem Rosenkranz gedenken. Am darauffolgenden Tag findet um 10 Uhr das Requiem statt, gefolgt von seiner Bestattung im Priestergrab auf dem Friedhof. Es ist ein Abschied, der die Gemeinschaft tief berührt. Viele werden sich an seine warmherzige Art, seine Hingabe und seinen unermüdlichen Einsatz erinnern.

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Ein Erbe, das bleibt

In einer Welt, die sich ständig verändert, bleibt die Erinnerung an Karl Mayr fest verankert. Sein Wirken hat nicht nur die Menschen in Aichach beeinflusst, sondern auch darüber hinaus. Die kleinen und großen Taten, die er vollbrachte, werden weiterhin in den Herzen derer leben, die er berührt hat. Auch wenn er nun nicht mehr unter uns weilt, wird sein Geist in den Gesprächen, in der Musik und in den gemeinsamen Erinnerungen weiterleben.

Das Leben von Karl Mayr ist ein Beispiel dafür, dass es nie zu spät ist, seine Berufung zu finden und mit Leidenschaft zu leben. Ein Seelsorger, ein Freund, ein Mensch, der immer für andere da war. Möge seine Seele Frieden finden, und sein Erbe der Nächstenliebe weitergetragen werden.