Heute ist der 7.05.2026 und hier in Pfaffenhofen an der Ilm wird einem die aktuelle Lage rund um das Borna-Virus wieder einmal schmerzlich bewusst. Ein weiterer Patient, dieses Mal in Augsburg, hat den Kampf gegen die Folgen einer Borna-Infektion verloren. Das Gesundheitsamt der Stadt hat die Erkrankung offiziell bestätigt. Es ist beunruhigend, dass diese Virusinfektion, die hauptsächlich von der scheuen Feldspitzmaus übertragen wird, so lebensbedrohlich verlaufen kann. Die Symptome sind erschreckend: rasch fortschreitende Gehirnentzündung, Verwirrtheit, geistiger Abbau, Sprachstörungen und sogar epileptische Anfälle können die Betroffenen ereilen.

Die Gefahr schwebt nicht nur über Augsburg. Seit Ende April haben wir bereits einen tödlichen Fall im Raum Bad Wörishofen registriert. In ganz Deutschland werden jährlich weniger als zehn Infektionsfälle gemeldet, und die meisten davon kommen aus Bayern. Im März gab es einen weiteren Fall im Landkreis Erding und im Herbst 2025 starb ein 57-Jähriger im Landkreis Tirschenreuth an dieser schrecklichen Erkrankung. Auch zwei Personen aus dem Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm mussten zuvor an dem Virus sterben. Es ist wirklich traurig und lässt einem das Herz schwer werden.

Übertragungswege und Vorsichtsmaßnahmen

Das Borna Disease Virus 1 (BoDV-1) wird durch den Kontakt mit den Ausscheidungen infizierter Tiere wie Kot, Urin oder Speichel übertragen. Wer sich mit toten Tieren oder deren Hinterlassenschaften auseinandersetzen muss, sollte sich nicht scheuen, Gummihandschuhe, Schutzbrille und eine Feinstaubmaske zu tragen. Es klingt vielleicht übertrieben, aber man kann nie vorsichtig genug sein. Kadaver sollten in einer verschlossenen Plastiktüte im Hausmüll entsorgt werden – das ist nicht nur eine gute Praxis, sondern auch eine wichtige Vorsichtsmaßnahme.

Besonders bemerkenswert ist, dass die Feldspitzmaus, Trägerin des Virus, eine scheue, nachtaktive Kreatur ist, die mit ihrem spitzen Gesicht einen ganz eigenen Charme hat – trotz der Gefahr, die sie birgt. Seit 2018 ist BoDV-1 als auf den Menschen übertragbar bekannt, und es ist kein Geheimnis mehr, dass die meisten Infektionen tödliche Gehirnentzündungen zur Folge haben. Seit 2020 ist die Krankheit meldepflichtig, was die Situation nicht weniger besorgniserregend macht.

Ein Blick in die Zukunft

Es bleibt zu hoffen, dass die Gesundheitsbehörden in Bayern weiterhin wachsam bleiben und die Bevölkerung über die Risiken aufklären. Die Ansteckungen sind selten, aber wenn sie auftreten, können sie verheerende Folgen haben. Es ist wichtig, die Menschen zu sensibilisieren, um solche Tragödien zu verhindern. Man kann nur hoffen, dass der Frühling und die wärmeren Temperaturen, die eigentlich für Erneuerung und Leben stehen, auch eine positive Wende in dieser besorgniserregenden Situation bringen.

Was bleibt, ist die Erinnerung an die Betroffenen und die ständige Warnung, mit der Natur und ihren Geschöpfen respektvoll umzugehen. Denn, wie man so schön sagt, Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Bleiben Sie gesund und achten Sie darauf, wie Sie mit unserer Umwelt umgehen – es könnte am Ende um Leben und Tod gehen.