Heute ist der 24.06.2026, und ich sitze hier in Pfaffenhofen an der Ilm, während ich über ein Thema nachdenke, das uns alle betrifft. Traurige Nachrichten erreichen uns aus dem Landkreis Neuburg-Schrobenhausen: Ein Mensch ist am Borna-Disease-Virus 1 (BoDV-1) gestorben. Es ist der erste bekannte Fall dieses Virus in der Region, und das macht einem doch irgendwie nachdenklich. Die Infektion wurde erst bei der Obduktion festgestellt – was für eine traurige Wendung der Ereignisse.

Es ist nicht der erste Fall dieser Art in Bayern. Vor wenigen Wochen erlag ein Mann in Augsburg dem Virus. Feldspitzmäuse gelten als die Überträger des Borna-Virus, und das ist echt beunruhigend. Seit 2018 wissen wir, dass BoDV-1 beim Menschen zu schweren Gehirnentzündungen führen kann. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit berichtet, dass deutschlandweit jährlich bis zu sieben Krankheitsfälle auftreten, die meisten davon in Bayern.

Vorsicht ist geboten

Dr. Merle Böhmer, eine erfahrene Infektionsepidemiologin, warnt in München vor der Ansteckungsgefahr. Besonders bei der Entsorgung toter Feldspitzmäuse sollte man vorsichtig sein. Gummihandschuhe und FFP2-Masken sind ein absolutes Muss! Es ist wichtig, die Kadaver mit Desinfektionsmittel zu besprühen und in einer fest verschlossenen Plastiktüte im Hausmüll zu entsorgen. Diese einfachen Maßnahmen können viel bewirken.

Aber das ist nicht alles. Vorsicht ist auch bei staubaufwirbelnden Tätigkeiten in Gebieten mit Feldspitzmäusen geboten. Plötzlich wird einem klar, dass die Natur manchmal ganz schön tückisch sein kann. Man denkt, man lebt in einer ruhigen ländlichen Gegend, und plötzlich taucht ein Virus auf, das einem die Sorgenfalten auf die Stirn treibt.

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Ein beunruhigendes Muster

Neuburg-Schrobenhausen ist nicht der einzige Ort in Bayern, der von Borna-Virus-Todesfällen betroffen ist. Auch in Bad Wörishofen, Tirschenreuth und Pfaffenhofen an der Ilm gab es bereits Fälle. Man fragt sich: Wie viele Menschen müssen noch betroffen sein, bevor wir wirklich aufpassen? Die gesetzliche Meldepflicht für die Erkrankung, die seit 2020 besteht, ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber es bleibt zu hoffen, dass die Öffentlichkeit weiterhin gut informiert wird.

Es ist komisch, wie schnell sich solche Nachrichten verbreiten und wie stark sie uns berühren. Wir müssen wachsam sein und uns der Gefahren bewusst werden, die uns vielleicht nicht einmal direkt betreffen. Schließlich sind wir alle Teil dieses großen Ökosystems – und manchmal bringt es auch unangenehme Überraschungen mit sich.

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