Der Kultur-Ausschuss des oberbayerischen Bezirkstags hat sich in seiner letzten Sitzung zu einem wichtigen Schritt für den Erhalt des kulturellen Erbes entschlossen. Insgesamt stehen rund 1,52 Millionen Euro für die Denkmalpflege bereit, wie pfaffenhofen-today.de berichtet. Diese Mittel sollen mehreren Projekten zugutekommen, die das historische Gesicht der Region bewahren und die Vielfalt der kulturellen Denkmäler sichern.

Insgesamt profitieren 144 kommunale, kirchliche und private Projekte von dieser großzügigen Förderung. Eine erfreuliche Nachricht für die Region Pfaffenhofen: Hier werden gleich acht Vorhaben mit insgesamt 82.900 Euro unterstützt. Damit festigt sich das Engagement des Bezirks, kulturelle Einrichtungen sowie historische Bauten nachhaltig zu fördern und instand zu halten.

Besondere Förderungen im Landkreis Pfaffenhofen

Die höchste Fördersumme im Landkreis Pfaffenhofen kommt dem Markt Reichertshofen zugute, der mit 50.000 Euro für die Generalsanierung des Rathauses bedacht wird. Besonders positiv ist, dass in diesem Rahmen auch Maßnahmen zur Verbesserung der Barrierefreiheit umgesetzt werden. Ein schöner Schritt, um das Rathaus für alle zugänglich zu machen!

Doch nicht nur kommunale Vorhaben sind in der Liste der Geförderten vertreten. Auch viele kirchliche Einrichtungen freuen sich über Zuschüsse. So erhält die Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“ in Singenbach 1.800 Euro für notwendige statische Ertüchtigungen. Ganz andere Herausforderungen hat die Expositur-Kirche „St. Martin“ in Pörnbach, die 6.400 Euro für den Ersatzneubau ihrer Kirchen-Stützmauer erhält. Die Wallfahrtskirche „Mariä Geburt“ in Lohwinden kann sich über 17.950 Euro zur Unterstützung ihrer Innenrenovierung und Elektroinstallation freuen. Zudem wird die Pfarrei „St. Martin“ in Geroldshausen mit 1.400 Euro zur Reinigung der Orgel bedacht. Nicht zuletzt erhält die evangelisch-lutherische Gemeinde in Pfaffenhofen 3.900 Euro für die Innenrenovierung der Kreuzkirche.

Unterstützung für private und gewerbliche Denkmäler

Doch auch die privaten Eigentümer kommen nicht zu kurz. Für die Restaurierung einer Wandmalerei im Blauen Zimmer des ehemaligen Pfarrhauses in Hög stehen 1.150 Euro bereit, während die Erneuerung der Laden-Eingangstür eines Wohn- und Geschäftshauses in Wolnzach mit 300 Euro gefördert wird. Diese Maßnahmen sind ein wichtiger Bestandteil, um das historische Erbe auch im privaten Bereich zu bewahren.

Der Bezirk Oberbayern hat sich festgelegt, jährlich rund 2,5 Millionen Euro für den Erhalt von Bau- und Bodendenkmälern zur Verfügung zu stellen. Die Fördermittel decken zwischen zehn und zwanzig Prozent der höheren Kosten für Renovierungen oder Restaurierungen denkmalgeschützter Gebäude, maximal bis zu 50.000 Euro. Wer also plant, ein Denkmal zu restaurieren, sollte die nächste Vergaberunde nicht verpassen, die im Herbst auf dem Programm steht.

Diese Initiativen spiegeln das stetige Engagement des Bezirkstags wider, historische Objekte für kommende Generationen zu bewahren und die kulturelle Identität der Region zu stärken. Es bleibt zu hoffen, dass viele weitere Projekte in den Genuss dieser wertvollen Unterstützung kommen werden.