Die Zugstrecke zwischen Nürnberg und Regensburg ist seit Februar 2026 voll gesperrt, und die Deutsche Bahn hat kürzlich Entwarnung gegeben: Die Sanierungsarbeiten liegen im Zeitplan. Mit einem geplanten Wiederaufnahme des Zugverkehrs am 10. Juli 2026 blicken die Verantwortlichen optimistisch in die Zukunft. Verkehrsstaatssekretär Ulrich Lange (CSU) äußerte bei einem Pressetermin in Laaber seine Zuversicht, dass die Arbeiten erfolgreich voranschreiten.

Normalerweise nutzen täglich über 350 Fern-, Regional- und Güterzüge diese vielbefahrene Strecke, die Teil der europäischen Verkehrsachse Rhein-Donau ist und zu den verkehrsreichsten in Bayern zählt. Die Bahn hat jedoch einen Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet, der sich inzwischen besser schlägt als zu Beginn der Sperrung. Aktuell sind die Ersatzbusse zu 96 Prozent pünktlich, und nur eine von 200 Verbindungen fällt aus. An größeren Bahnhöfen stehen zudem Mitarbeiter bereit, um Reisenden bei der Orientierung zu helfen.

Sanierung der Infrastruktur

Die Korridorsanierung der Strecke zwischen Nürnberg und Regensburg, die am 6. Februar 2026 gestartet wurde, umfasst umfangreiche Maßnahmen. Geplant ist die Erneuerung von 96 Kilometern Gleisen, 74 Weichen sowie 81 Kilometern Oberleitungen. Außerdem wird die Signal- und Stellwerkstechnik modernisiert, um die Sicherheit und Netzverfügbarkeit zu verbessern. Darüber hinaus sind Sanierungen von Dämmen und Brücken, darunter die Deininger Talbrücke und der Pöllinger Damm, vorgesehen.

Ein wichtiger Aspekt der Sanierung ist die Schaffung von Überleitstellen, die einen flexibleren Gleiswechselbetrieb ermöglichen sollen. Auch die Bahnhöfe werden modernisiert, wobei der Fokus auf Barrierefreiheit und verbesserte Reisendeninformation liegt. An acht Stationen werden neue Bahnsteige errichtet und Aufzüge installiert. Die geplanten Lärmintensiven Nachtarbeiten, die beispielsweise vom 4. bis 10. Mai 2026 stattfinden, sind notwendig, um den Zeitplan einzuhalten.

Ausblick auf weitere Bauarbeiten

Doch die Bauarbeiten enden nicht mit der Wiedereröffnung der Strecke. Die nächste Vollsperrung zwischen Obertraubling und Passau steht bereits vor der Tür und ist für den Zeitraum vom 14. Juni bis 12. Dezember 2026 angesetzt. Auch hier müssen Fahrgäste auf Busse umsteigen. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) warnt vor weiteren umfangreichen Bauarbeiten in den kommenden Jahren, die die Verkehrssituation weiter beeinflussen könnten.

Die Deutsche Bahn investiert rund 2,4 Milliarden Euro in die Strecke zwischen Nürnberg und Passau, was die Wichtigkeit dieser Verkehrsachse unterstreicht. Trotz der Herausforderungen, die diese Sanierungen mit sich bringen, bleibt das Ziel klar: die Verbesserung der Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit des Zugverkehrs in Bayern. Für Anwohner und Fahrgäste stehen Informationsangebote bereit, um über die Fortschritte und Änderungen während der Bauarbeiten auf dem Laufenden zu bleiben.