Was geht in Fürstenstein? Hier bewirtschaftet die 29-jährige Lena mit ihrem Sohn und ihren Eltern einen charmanten Bauernhof, der nicht nur als ökologisches Kleinod fungiert, sondern auch als Schauplatz für gesellige Dinner-Events. Der Hof ist Heimat von schottischen Hochlandrindern, Hühnern, Puten, Enten und sogar Pfauen. Lenas Einrichtungsstil ist eine ansprechende Mischung aus altmodischem Flair und kreativer Naturverbundenheit, was sich auch in ihrer Tischdekoration zeigt, die den Wald widerspiegelt und mit Pfauenfedern verziert ist, wie Hörzu berichtet.

Wie es bei solchen Anlässen Tradition ist, lädt Lena gesellige Gäste ein, die einen entspannten Abend im Kreise netter Menschen und mit gutem Essen verbringen möchten. Für ihr anstehendes Dinner hat sie sich das Motto „Hofrundgang“ überlegt. Bei dem Menü dürfen die Gäste interessante Kreationen erwarten wie die Vorspeise „Auf’m Weiher“ mit Ente, Knoblauch und Meerrettich sowie das Hauptgericht „Auf da Woad“, das aus Wirsing, Kartoffeln und Wurzelgemüse besteht. Den Abschluss bildet eine delikate Nachspeise mit Quitte, weißer Schokolade und Nussmix.

Ein besonderer Hauptgang

Besonders aufregend wird für die Dinner-Gäste die Hauptspeise, denn Lena hat hierfür die Ente und das Rind selbst geschlachtet. Ihre enge Bindung zu dem Rind Alfred, dessen Bild sie sich sogar tätowiert hat, sorgt bei manchen Gästen wie Michael (55) für gemischte Gefühle. Sein Bedenken, dass das Rind einen Namen hatte, stößt auf Verständnis, doch Gudrun (58) erfreut sich am Fleisch des Tieres, weil sie weiß, dass es ein gutes Leben hatte. Dahingehend legt Lena Wert auf Nachhaltigkeit: Sie erklärt, dass sie vermutlich Vegetarierin wäre, wenn sie ihre eigenen Tiere nicht essen könnte.

Das Hochlandrind, von dem Alfred stammt, ist eine uralte Rinderrasse, die seit etwa 200 Jahren in unveränderter Form gezüchtet wird. Diese gutmütigen Tiere sind bekannt für ihre charakteristischen, dekorativen Hörner und ihr langes, winterfestes Fell. Zudem entwickeln sie ein persönliches Verhältnis zu ihren Besitzern, was sich auch auf dem Hof zeigt. Das Füttern der Rinder mit Äpfeln gefiel Philipp (35) besonders gut und stärkt die Bindung zwischen Mensch und Tier.

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Ein gelungener Abend

Zu Beginn des Dinners serviert Lena eine Goaßhalbe, eine originelle Mischung aus dunklem Weißbier, Cola und Kirschlikör. Die Stimmung ist gelassen und fröhlich, und die ersten Gänge, wie die positiv bewertete Knoblauchsuppe mit frittierten Entenpralinen und die köstlichen Wirsingkugeln, werden von den Gästen begeistert aufgenommen. Michael zeigt sich sogar beeindruckt von der Nachspeise, die er als „Patissier-Kunst“ beschreibt.

Wie wichtig eine nachhaltige und faire Tierhaltung ist, wird auch durch die generelle Diskussion über Fleischkonsum und Tierwohl deutlich, die immer mehr Menschen bewegt. BZFE weist darauf hin, dass Verbraucher durch ihr Kaufverhalten regionale Landwirte unterstützen können. Diese Förderung der lokalen Wertschöpfung und der Fokus auf Tierwohl sind wichtige Schritte in eine nachhaltigere Zukunft.

Nachdem alle Gäste miteinander geschlemmt haben, sind sie sich einig: Lenas Dinner war ein voller Erfolg. Mit insgesamt 32 Punkten hat der Abend nicht nur den Gaumen verwöhnt, sondern auch die Herzen der Gäste erwärmt.

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