Ein spannendes Donau-Derby fand am Freitagabend in der ausverkauften Eis-Arena statt, wo der Deggendorfer SC (DSC) die Passau Black Hawks mit 5:2 besiegte. Trotz der fast 15-minütigen Verzögerung beim Spielbeginn aufgrund eines Problems mit der Eismaschine, strömten 1500 Zuschauer in die Arena und erlebten ein packendes Duell. Laut PNP setzte sich Deggendorf durch, nicht zuletzt dank der beiden Jackson-Zwillinge, die in der Schlussphase für die entscheidenden Tore sorgten.
Das erste Drittel begann fulminant für den Tabellenführer, der mit zwei frühen Treffern in Form von Marcel Pfänder und Harrison Roy schnell auf 2:0 davon zog. Passau kam kurz vor der ersten Pause durch einen Shorthander von Elias Rott (19:58) zum Anschluss. Im zweiten Drittel jedoch zeigte sich, dass die Black Hawks in der Offensive nicht ins Spiel fanden. Lediglich zwei Schüsse auf das Tor des DSC standen im Statistikbogen, während Deggendorf 16 Mal auf das gegnerische Gehäuse zielte. Dies verdeutlicht die Dominanz der Gäste, die auch mit einem Spielstand von 3:0 in die zweite Pause gingen, bevor Dylan Jackson in der 34. Minute für die erneute Führung sorgte. Zudem wurde das Geplänkel um die Disziplin und die Strafzeiten deutlich, denn 29 der 52 Strafminuten für Passau gingen auf das Konto von Philipp Faulhaber, der für seine Aktionen eine Matchstrafe erhielt.
Erfolgreiche Jackson-Zwillinge
In der Schlussphase des Spiels zeigten die Jackson-Zwillinge eindrucksvoll, warum sie in dieser Saison so bedeutsam für das Team sind. Ty Jackson erzielte in der 58. Minute das vorentscheidende 4:2, dicht gefolgt von Dylan Jackson, der mit seinem 50. Saisontor schließlich den 5:2-Endstand fixierte. Trainer Petr Bares von den Black Hawks lobte zwar die Leistung seines Teams, war jedoch nicht zufrieden mit den verursachten Strafzeiten, die letztlich zu einer Beeinträchtigung ihrer Leistung führten.
Für die Passauer geht es nun weiter gegen die Lindau Islanders, während Deggendorf am selben Abend gegen die Stuttgart Rebels antreten wird. Das Interesse am Eishockey in Deutschland ist groß, wie die aktuelle Mitgliederzahl im Deutschen Eishockey-Bund zeigt, die 2024 auf rund 25.900 stieg. Die Popularität des Eishockeys spiegelt sich auch in den Zuschauerzahlen wider, die im Vergleich zur letzten Saison merklich gestiegen sind. Im Durchschnitt verfolgten beinahe 7.800 Fans die Spiele der Deutschen Eishockey Liga (DEL) – ein erfreuliches Signal für die kommenden Herausforderungen, die auf die Teams warten.
Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Mannschaften in der Liga weiter entwickeln werden. Die kommende Eishockey-Weltmeisterschaft im Mai 2025 hat bereits große Wellen geschlagen, als das deutsche Team den siebten Platz belegte und die USA im Finale gegen die Schweiz letztlich den Titel sicherten. Für Eishockeyfans in Deutschland wird die Saison gewiss hoch spannend bleiben.
