Heute ist der 1.05.2026 und in Passau zeigt sich der Arbeitsmarkt im April mit gemischten Signalen. Insgesamt waren im Agenturbezirk Passau 7806 Menschen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einem erfreulichen Rückgang von 9,7 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 4,1 Prozent, was 0,5 Prozent weniger als im März bedeutet. Allerdings gibt es auch eine kleine negative Note, denn im Vergleich zum Vorjahr ist die Quote um 0,1 Prozent gestiegen, was 362 Personen mehr an Arbeitslosen ausmacht.

Besonders die Langzeitarbeitslosigkeit bleibt ein Thema, denn mit 2050 Personen gab es nur einen marginalen Rückgang von fünf Personen im Vergleich zum Vormonat. Auf der anderen Seite zeigt sich ein positiver Trend bei den unter 25-Jährigen: Hier sind insgesamt 808 Personen arbeitslos, was einem Rückgang von 46 Personen im Vergleich zum März entspricht.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Der Arbeitsmarkt zeigt im Frühjahr 2026 eine stagnierende Nachfrage nach Arbeitskräften, was im Vergleich zu den Vorjahren eher untypisch ist. Im Rechtskreis SGB III (gesetzliche Arbeitslosenversicherung) liegt die Arbeitslosenquote bei 2,1 Prozent, was 4017 arbeitslose Personen bedeutet. Hier gab es einen Anstieg von 226 Personen oder 6,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Rechtskreis SGB II (Bürgergeld) beträgt die Arbeitslosenquote 2,0 Prozent mit 3789 Erwerbslosen, was einen Anstieg von 136 Personen oder 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt.

Im April meldeten sich 1922 Personen neu oder erneut arbeitslos, was 176 mehr als im Vorjahr ist. Gleichzeitig beendeten 2762 Personen ihre Arbeitslosigkeit, was 34 weniger als im April 2025 bedeutet. Der aktuelle Stellenbestand liegt bei 2359, was einen Rückgang um 20 im Vergleich zum Vormonat und um 237 im Vergleich zum Vorjahr darstellt.

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Stellenangebote und Ausbildungsplätze

Die meisten gemeldeten Stellen finden sich in den Branchen Baugewerbe, Verarbeitendes Gewerbe, Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen, Gesundheits- und Sozialwesen sowie Gastgewerbe. Positiv ist zu vermerken, dass die Zahl der Bewerber für Ausbildungsplätze um 50 Personen oder 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist. In der Region stehen über 2000 Ausbildungsplätze zur Verfügung, wobei die Top-10-Berufe unter den gemeldeten Ausbildungsstellen Kaufmann/-frau Einzelhandel, Verkäufer/in und Zerspanungsmechaniker/in sind.

Ein weiterer Punkt, der in der aktuellen Situation nicht unbeachtet bleiben sollte, ist der Anstieg der Anzeigen von Kurzarbeitergeld. 20 Betriebe haben 466 Personen neu oder erneut zur Kurzarbeit angemeldet, was auf eine gewisse Unsicherheit im Markt hinweist.

Insgesamt zeigt sich der Arbeitsmarkt in Passau als ein Ort der Herausforderungen, aber auch der Chancen. Trotz der stagnierenden Nachfrage gibt es Bereiche, in denen nach wie vor Fachkräfte gesucht werden, und die Zunahme an Ausbildungsplätzen könnte ein Lichtblick für die junge Generation sein. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den kommenden Monaten entwickeln wird und ob weitere Maßnahmen zur Förderung des Arbeitsmarktes notwendig sind.

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