Wettkampf der Lebensretter: Wasserwacht Ostallgäu zeigt ihr Können in Viechtach
In der malerischen Kulisse von Viechtach fand kürzlich der spannende Landeswettbewerb der Wasserwacht statt. Teams aus dem Ostallgäu waren am Start und zeigten, was sie draufhaben. Mit soliden Leistungen und viel Engagement bewiesen die Teilnehmer, dass sie nicht nur eine Schwimmflosse, sondern auch das nötige Wissen zur Wasserrettung und im Sanitätsdienst mitbringen. Die Atmosphäre war elektrisierend – man konnte die Aufregung und den Teamgeist förmlich spüren.
Der Wettbewerb war so aufgebaut, dass er sowohl theoretische als auch praktische Teile umfasste. Die Teilnehmer mussten in verschiedenen Disziplinen ihr Können unter Beweis stellen. Dabei wurden Kenntnisse in der Wasserwacht und im Sanitätsdienst abgeprüft. In den praktischen Szenarien ging es dann richtig zur Sache: Die Gruppen mussten zwei Personen aus den Gewässern retten – die eine litt an Unterkühlung, die andere hatte sich am Sprunggelenk verletzt. Dazu kam die Betreuung einer Person mit Verdacht auf Unterschenkelfraktur nach einem Sturz sowie der Umgang mit einer alkoholisierten Person, die erbrach. Und als ob das nicht genug wäre, gab es noch die Simulation eines Verkehrsunfalls mit mehreren Betroffenen, bei dem Herzereignisse, Beinverletzungen sowie die Reanimation eines Säuglings und eines Kindes behandelt werden mussten. Ein echter Härtetest!
Ein Wettkampf der Extraklasse
Besonders knifflig war die Knotenkunde: 15 Knoten mussten fachgerecht ausgeführt und erklärt werden. Fünf davon unter erschwerten Bedingungen – ohne Sicht! Da musste man schon ganz schön fit sein. Und die Wurfsackstaffel? Ein weiterer spannender Teil des Wettbewerbs, der die Teams auf die Probe stellte. Am Ende des Tages gab es auch Ergebnisse: Die Wasserwacht Marktoberdorf (Junioren) sicherte sich den 3. Platz von insgesamt 5 Mannschaften. Ein solider Erfolg, der stolz gemacht hat. Die Wasserwacht Seeg Mix und die Damenmannschaft von Füssen landeten auf dem 4. Platz – und das bei 9 bzw. 7 Mannschaften. Das spricht für die starke Konkurrenz!
Einige der besten Teams haben nun die Chance, beim Bundeswettbewerb (BuWett oder BuWe) teilzunehmen. Um dort zu glänzen, müssen sie sich zunächst beim Landeswettbewerb behaupten. Nur die Gruppen, die die jeweilige Landesrunde gewinnen, dürfen in die nächste Runde aufsteigen – ein weiterer Anreiz, sich zu engagieren und zu trainieren. Der Bundeswettbewerb, bei dem die Rotkreuz-Gemeinschaften Bereitschaft, Jugendrotkreuz und Wasserwacht teilnehmen, ist eine spannende Herausforderung. Hier müssen die Teams an Stationen Aufgaben lösen, die von Schiedsrichtern bewertet werden. Die Ergebnisse werden dann in einem Rechenbüro zusammengeführt und zu einer Gesamtbewertung konsolidiert. Das Ganze ist wie ein Parcours – ein aufregendes Erlebnis!
Die Vielfalt der Wettbewerbe
Aber das ist noch nicht alles. Der Bundeswettbewerb der Wasserwacht hat sowohl einen schwimmerischen als auch einen praktischen Teil. Im schwimmerischen Teil sind Disziplinen wie Flossenschwimmen, Tauchen und Rettungsschwimmen zu absolvieren. Die Teams müssen sich in gemischten, Damen- oder Herrenmannschaften beweisen. Jeder Typ wird separat bewertet, und es gibt Wanderpokale für die besten Gruppen. Das spornt die Wettkämpfer an, denn die Konkurrenz schläft nie.
Man kann sich vorstellen, wie viel Herzblut in diesen Wettbewerben steckt. Der Spaß am Wettkampf, das Gefühl von Teamgeist und die Herausforderung, die eigenen Fähigkeiten zu verbessern – all das macht solche Veranstaltungen zu einem echten Highlight. Hier wird nicht nur um Medaillen gekämpft, sondern auch um die Anerkennung der eigenen Fähigkeiten und um das Wohl der Menschen, die im Notfall auf die Hilfe der Wasserwacht angewiesen sind. In diesem Sinne – weiter so, Ostallgäu! Ihr seid auf dem richtigen Weg!


