Klein, aber oho: Der Viehscheid in Zell als bayerisches Traditionsfest
Heute ist der 13.05.2026, und während die ersten warmen Sonnenstrahlen das Ostallgäu küssen, bereitet sich die kleine Gemeinde Zell auf ein ganz besonderes Fest vor. Der Viehscheid, ein traditionelles Almabtreiben, wird in diesem Jahr am Samstag, den 19. September, um 10 Uhr in Eisenberg stattfinden. Und das ist nicht irgendein Viehscheid – es handelt sich um den kleinsten Alpabtrieb im Allgäu! Mit voller Vorfreude blicken die Hirten darauf, etwa 50 bis 80 Tiere von der malerischen Schlossbergalm zurück zum Scheidplatz zu treiben.
Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Der Empfang der Besucher wird von den Eisenberger Alphornbläsern gestaltet, die um Punkt 10 Uhr mit ihren Klängen den Tag einläuten. Der Alphirte Seppi Gast und sein Sohn Michi führen die Herde an, während die Musikkapelle Eisenberg die Ankunft auf dem Dorfplatz gegen 10:30 Uhr musikalisch untermalt. Und glaubt mir, das ist ein Anblick, den man nicht so schnell vergisst – die Tiere, die Kranzrinder, die für die Fotografen bereitstehen, die festlich geschmückte Umgebung mit den Burgruinen Freyberg und Eisenberg im Hintergrund. Einfach zauberhaft!
Ein Fest für Groß und Klein
Nach dem Viehscheid geht die Feier erst richtig los! Das Dorffest findet auf dem Parkplatz und im Garten des Burghotels Bären statt. Hier wird nicht nur für das leibliche Wohl gesorgt – die Vereine bieten traditionelle Gerichte an, die man unbedingt probieren sollte. Und wie wäre es mit einer Runde Kaffee und Kuchen zum Nachmittagskaffee? Dazu spielen die Musiker der Musikkapelle Eisenberg auf und sorgen für eine beschwingte Atmosphäre, während Moderator Thomas Heiserer das Geschehen charmant begleitet. Man kann förmlich die Vorfreude auf den Duft von frisch gebratenem Schweinebraten und die Klänge der Blasmusik in der Luft spüren!
Wusstet ihr, dass der Viehscheid in Zell eine lange Tradition hat? Seit den 1970er-Jahren wird dieses Ereignis gefeiert, ins Leben gerufen von Adolf Kössel. Damals wie heute ist es ein Treffpunkt für Jung und Alt, eine Gelegenheit, die Gemeinschaft zu stärken und die bayerische Tradition zu zelebrieren. Ein ganz besonderes Highlight sind die Kranzrinder – sie stehen nicht nur für Fotos bereit, sondern sind auch Teil des Brauchtums, das hier mit viel Herz gepflegt wird.
Anreise und Übernachtungsmöglichkeiten
Wer den Viehscheid besuchen möchte, sollte sich auch um die Anreise kümmern. Parkmöglichkeiten gibt es in und um Eisenberg und Zell, und öffentliche Parkplätze stehen ebenfalls zur Verfügung. Wer mit dem Zug anreist, kann bis zum Bahnhof Füssen oder Pfronten-Ried fahren und dann mit dem Bus nach Zell weiterreisen. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es viele, und das Touristikbüro Eisenberg hilft gerne weiter. So kann man das Fest in vollen Zügen genießen, ohne gleich wieder nach Hause eilen zu müssen.
Die Vorfreude auf den Viehscheid in Zell wächst und wird unweigerlich von der Begeisterung der Einheimischen und Besucher getragen. In einer Welt, die sich ständig verändert, bleibt der Viehscheid ein fester Anker der Tradition, der auch die kommenden Generationen mit Freude und Stolz erfüllen wird. Also, packt eure Kameras ein, bringt gute Laune mit und seid dabei, wenn es heißt: „O’zapft is!“


