In den malerischen Gemeinden des Oberallgäus wird künftig ein ganz besonderes Mobil die Straßen beleben: Das Sozialprojekt „Sofi – Begegnung. Beratung. Gemeinschaft.“ hat seine Pforten geöffnet. Initiiert von der Diakonie Allgäu und dem Caritasverband Kempten-Oberallgäu, startet dieses innovative Projekt mit dem Ziel, kostenlose Sozialberatung und Begegnungsmöglichkeiten für die Menschen im Landkreis Oberallgäu zu bieten. Der Startschuss fiel auf dem Wochenmarkt in Oy-Mittelberg, und die Resonanz war überwältigend. Unter den Gästen befanden sich lokale Politiker sowie Vertreter von Diakonie und Caritas, die das Projekt tatkräftig unterstützten.

Das Herzstück von „Sofi“ ist ein barrierefrei umgebautes Campermobil, das als Treffpunkt und Beratungsbüro fungiert. Die Innenausstattung ist so gestaltet, dass sie eine angenehme Atmosphäre für vertrauliche Gespräche schafft. Neben einer gemütlichen Sitzecke bietet das Mobil stabiles Internet und einen Drucker – alles, was man für eine unkomplizierte Beratung benötigt. Das Angebot umfasst Themen wie Sozialrecht, Krankheit, Behinderung, Erwerbsminderung, Arbeit, Familie und persönliche Krisen, und das ohne vorherige Terminvereinbarung. Diese Flexibilität soll den Menschen in der Region helfen, schnell und unkompliziert Unterstützung zu finden.

Ein Raum für Gemeinschaft

Eines der Hauptziele von „Sofi“ ist es, einen Raum für Austausch und Gemeinschaft zu schaffen, um der Vereinsamung entgegenzuwirken. Das Projekt ist nicht nur auf Beratung beschränkt, sondern fördert auch die Zusammenarbeit mit örtlichen Vereinen. Zudem steht ein Werkzeugverleih zur Verfügung, und ehrenamtliche handwerkliche Unterstützung wird angeboten. Die ersten festen Standorte des Mobilen Sozialprojekts sind die Markttage in Dietmannsried, Oberstaufen, Oberstdorf und Weitnau, wo die Menschen die Möglichkeit haben, sich zu informieren und beraten zu lassen.

Langfristig ist geplant, dass das Mobil an fünf Tagen pro Woche unterwegs ist, um den Bedürfnissen der Bürger gerecht zu werden. Die Finanzierung erfolgt durch Eigenmittel, Fördermittel (LEADER), sowie Unterstützung seitens der Glücksspirale, Kirchen, Stiftungen, Sponsoren und Spendern. Interessierte können weitere Informationen auf der Projekt-Homepage www.sofi-mobil.de finden.

Ein Schritt in die richtige Richtung

In einer Zeit, in der soziale Isolation und persönliche Krisen zunehmend in den Vordergrund rücken, ist die Einführung eines solchen Projekts in Oberallgäu nicht nur ein Lichtblick, sondern auch ein notwendiger Schritt. Die Möglichkeit, ohne großen Aufwand Hilfe zu erhalten, kann vielen Menschen in der Region helfen, ihre Herausforderungen zu bewältigen. „Sofi“ zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie soziale Dienste kreativ und mobil gestaltet werden können, um den Bedürfnissen der Gemeinden gerecht zu werden.