Im Herzen des Oberallgäus, wo die Berge majestätisch aufragen und die Luft frisch und klar ist, bewegt sich einiges im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs. Der Landkreis Oberallgäu hat in den letzten fünf Jahren kräftig an einem neuen Angebotskonzept geschraubt, das unter dem Namen „Mobil 365“ firmiert. Die jüngsten Entwicklungen wurden im Ausschuss für ÖPNV, Energie und Klimaschutz des Oberallgäuer Kreistages vorgestellt und zeigen, dass man hier nicht nur redet, sondern auch anpackt.

Das Ziel ist klar: Den öffentlichen Verkehr in der Region nicht nur zu verbessern, sondern auch leistungsfähiger zu gestalten. Man hat erkannt, dass der aktuelle Nahverkehr oft als ein wahres Labyrinth wahrgenommen wird – komplex und unübersichtlich. Um dem entgegenzuwirken, sollen drei Erfolgsfaktoren im Fokus stehen: eine verlässliche Verfügbarkeit des ÖPNV, nahtlose Übergänge zwischen Bus und Bahn sowie ein On-Demand-Verkehr, besonders für die ländlichen Regionen. Das klingt doch schon mal vielversprechend!

Ein System in Takt

Ein „System in Takt“ soll es werden, mit Abfahrten zu jeder Stunde zur selben Minute. Das sind nicht einfach nur Worte – es sind Pläne für eine Zukunft, in der der öffentliche Nahverkehr nicht nur eine Notwendigkeit, sondern eine echte Alternative zum Auto wird. Geplant sind 21 Umsteigeknoten mit 256 Anschlüssen pro Stunde! Das gibt einem das Gefühl, dass hier wirklich etwas in Bewegung kommt.

Ein On-Demand-Verkehrssystem wird das Grundnetzwerk ergänzen – besonders spannend ist die geplante Erweiterung des On-Demand-Verkehrs „Links der Iller“ in die Regionen Blaichach, Sonthofen und Rettenberg. Das könnte für viele Pendler und Freizeitfahrer eine echte Erleichterung darstellen.

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Der Blick nach München

Ein weiterer interessanter Aspekt sind die Überlegungen zum Beitritt zum Münchner Verkehrsverbund (MVV). Eine Studie dazu läuft bereits, und die Ergebnisse werden im Herbst erwartet. Sollte alles glattgehen, könnte ein Beitritt realistisch für Anfang 2028 oder 2029 sein, abhängig von Förderungen durch den Freistaat Bayern. Das wäre ein großer Schritt, um die Anbindung und die Qualität des Nahverkehrs weiter zu verbessern.

Für die Umsetzung des Konzepts ist eine flächendeckende Ausschreibung geplant, und ab 2027 sollen die ersten Zuschläge an Unternehmen vergeben werden. Auch kleinere Unternehmen sollen die Chance bekommen, am Wettbewerb teilzunehmen, da sechs regional trennbare Bündel gebildet werden. Das ist nicht nur fair, sondern bringt auch frischen Wind in die Sache.

Was uns am Ende erwartet? Eine Attraktivitätssteigerung des ÖPNV, die den Menschen hier den Alltag erleichtert. Es bleibt spannend, wie sich die Pläne entwickeln und ob die Vision von einem funktionierenden, verlässlichen und benutzerfreundlichen Nahverkehr Realität wird. Die Vorfreude auf die kommenden Jahre ist definitiv spürbar, und man kann nur hoffen, dass die Umsetzung so reibungslos verläuft wie geplant.

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