In Sonthofen findet am Dienstag, den 7. Juli, ein Demenz-Screeningtag statt, der Bürger ab 65 Jahren einlädt, an einem kostenlosen Gedächtnisleistungstest teilzunehmen. Die Veranstaltung wird von digiDEM Bayern, der vhs Sonthofen und der Caritas Kempten-Oberallgäu organisiert. Der Test richtet sich vornehmlich an Menschen, die bereits eine Gedächtnisverschlechterung wahrgenommen haben oder deren Angehörige solche Veränderungen bemerkt haben. Es ist wichtig zu wissen, dass laut einer Studie von Eichler et al. etwa 60 Prozent der an Demenz Erkrankten ohne gesicherte Diagnose leben, was den Bedarf an solchen Screenings unterstreicht.

Hintergrund des Screenings ist die hohe Bedeutung einer frühen Diagnose für den Umgang mit Krankheitssymptomen sowie für Behandlungs- und Unterstützungsmöglichkeiten. Viele Demenzdiagnosen erfolgen oft zu spät und erst bei fortgeschrittener Symptomatik. Der Screeningtest, der 15 bis 20 Minuten in Anspruch nimmt, bietet den Teilnehmenden zudem eine kurze Beratung an, wobei das Ganze in einem geschützten Raum stattfindet. Wichtig zu beachten ist, dass der Test keine umfassende ärztliche Diagnose ersetzen kann.

Wichtige Informationen zur Anmeldung

Wer an dem Screening teilnehmen möchte, sollte sich im Zeitraum vom 29. Juni bis 2. Juli, von 9 bis 12 Uhr, anmelden. Die Anmeldungen werden telefonisch oder per E-Mail entgegengenommen. Interessierte können Barbara Guranti oder Anja Meisch unter den Telefonnummern 0831/69720768 oder 0831/96088023 sowie per E-Mail an fachstelle-pflege@caritas-oa.de erreichen. Die Veranstaltung findet in der Volkshochschule, Hindelanger Str. 37, Sonthofen, zwischen 9 und 14 Uhr statt. Besonders Teilnehmende mit Seh- und Hörbeeinträchtigungen sollten daran denken, entsprechende Hilfsmittel mitzubringen.

Der Weg zur Diagnose

Wie wichtig eine frühzeitige Klärung von Gedächtnisproblemen ist, zeigt sich auch in den Empfehlungen des Bundesgesundheitsministeriums. Demnach wird die Erstdiagnose häufig von Hausärzten gestellt, wobei Fachärzte für Neurologie und Psychiatrie eingebunden werden sollten, um eine umfassende Untersuchung zu gewährleisten. Dabei kommen nicht nur körperliche Untersuchungen ins Spiel, sondern auch neuropsychologische Tests, die helfen, ein Demenzsyndrom genauer einzuordnen. Bildgebende Verfahren, wie CT oder MRT, können zur Diagnose ebenso beitragen.

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Insgesamt sind die Demenz-Screeningtage ein wichtiger Schritt in Richtung Bewusstseinsbildung und frühzeitiger Diagnose. Teilnehmer, die aufgrund auffälliger Ergebnisse eine weiterführende Untersuchung wünschen, erhalten hilfreiche Kontakte und Informationen zu den nächsten Schritten. Mehr Informationen zu den Screeningtagen in Bayern sind auf der Website von digiDEM Bayern erhältlich.

Für alle, die sich über Demenz hinaus informieren möchten, lohnt sich ein Besuch der entsprechenden Website des Bundesgesundheitsministeriums für umfassende Ressourcen zur Diagnose und Behandlung von Demenzsymptomen.

Jeder, der sich für seine eigene Gesundheit oder die seiner Angehörigen interessiert, sollte diese Gelegenheit nutzen und sich über die Möglichkeiten einer frühen Diagnose informieren.

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