Heute ist der 22.06.2026 und während der Sommer in Deutschland mit einer ersten Hitzewelle aufwartet, gibt es einen ganz besonderen Ort in Bayern, der für eine willkommene Abkühlung sorgt. Die Schellenberger Eishöhle, unter dem majestätischen Untersberg gelegen, ist ein wahres Naturwunder und die einzige touristisch erschlossene Eishöhle in Deutschland. Hier, auf 1.570 Metern Höhe, kann man die kälteste natürliche Höhle des Landes entdecken. Unglaublich, aber wahr: Diese Eishöhle hat mehr als 60.000 Kubikmeter Eis lagern, an manchen Stellen ist das Eis bis zu 30 Meter dick! Wer sich auf den Weg dorthin macht, muss sich auf einen schweißtreibenden Aufstieg von 1.000 Höhenmetern einstellen – ein Abenteuer, das etwa 3,5 Stunden in Anspruch nimmt. Natürlich kann man auch die Untersbergbahn nutzen, um die Anstrengung etwas zu reduzieren.

Die Eishöhle ist nicht nur ein kühler Rückzugsort, sondern auch ein Ort, der von der Natur selbst geformt wurde. Sie gilt als einzigartiges Naturdenkmal Deutschlands, das mit prächtigen Hallen und beeindruckenden Eisformationen aufwartet. Die Führungen durch die Höhle sind zwischen Juni und Oktober möglich und dauern etwa 45 Minuten. Dabei werden die Besucher von erfahrenen Höhlenkundlern geleitet, die spannende Geschichten über die Entstehung und die Geheimnisse der Eishöhle erzählen. Jährlich zieht es rund 5.000 Menschen hierher – und das nicht ohne Grund. Bei den Touren erhalten die Besucher Grubenlampen und Helme, um sicher durch die faszinierenden Gänge zu navigieren. Das „Schellenberger Eisloch“, wie die Höhle auch genannt wird, ist seit dem 19. Jahrhundert bekannt und hat mehr als 3,6 Kilometer erforschte Gänge. Wer hätte gedacht, dass ein Ort, der so kalt ist, so viele Geschichten zu erzählen hat?

Ein Blick in die Vergangenheit

Die Schellenberger Eishöhle ist seit der letzten Eiszeit erhalten geblieben, was sie zu einem einmaligen Zeitzeugnis macht. Hier begegnet man der Zeit und kann natürliche Skulpturen bewundern, die durch die Kraft von Kaltluft und gefrierendem Wasser entstanden sind. Doch es gibt auch einen ernsthaften Aspekt: Langjährige Messungen zeigen, dass das Eis in der Höhle seit mindestens 20 Jahren schmilzt. In der Angermeyerhalle ist das Eisniveau seit 2013 um fast vier Meter gesunken – ein besorgniserregendes Zeichen für die Stabilität dieses Naturwunders. Irgendwie fühlt es sich seltsam an, durch die Gänge zu schlendern und sich vorzustellen, dass dieser Ort schon so viele Jahrtausende alt ist, während die Natur hier einen unaufhaltsamen Wandel durchlebt.

Aktuell ist die Eishöhle aufgrund von Personalmangel bis zum 24. Juni geschlossen, aber keine Sorge – ab Donnerstag, den 25. Juni, finden die Führungen wieder wie gewohnt statt! Einzigartige Erlebnisse und beeindruckende Ausblicke warten auf euch. Und wenn ihr auf dem Weg zur Höhle seid, könnte ein Blick auf die Webcam und Wetterstation auf der Toni Lenz Hütte hilfreich sein, um euch über die aktuellen Wetterbedingungen zu informieren. Wer es nicht zur Eishöhle schafft, kann sogar einen virtuellen Rundgang machen. Ist das nicht verrückt? Die Möglichkeiten, diesen beeindruckenden Ort zu erleben, sind vielfältig – und das inmitten der malerischen Kulisse des Berchtesgadener Landes!

VeloCore Medium

Die Schellenberger Eishöhle ist nicht nur ein Ort der Abkühlung, sondern auch ein faszinierendes Ziel für Naturfreunde, Geschichtsinteressierte und Abenteurer. Wenn ihr das nächste Mal eine Erfrischung während der heißen Sommertage sucht, denkt daran, dass in den Tiefen der Berge ein ganz besonderes Naturphänomen auf euch wartet!

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