Heute ist der 23.04.2026 und im Nürnberger Land gibt es erfreuliche Nachrichten aus dem Finanzsektor. Trotz eines herausfordernden wirtschaftlichen Klimas haben die mittelfränkischen Volks- und Raiffeisenbanken im Jahr 2025 eine bemerkenswerte Leistung gezeigt. Die Gewinne sind gestiegen, und das Privatkundengeschäft hat besonders von der hohen Nachfrage nach Wohnungsbaukrediten profitiert. Das operative Ergebnis stieg auf 230 Millionen Euro, was einem Zuwachs von 14,5 % entspricht.
Das Ergebnis vor Steuern konnte auf 204 Millionen Euro klettern, im Vergleich zum Vorjahr, als es noch bei 173 Millionen Euro lag. In einer Zeit, in der viele Unternehmen mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, zeigt sich hier die Widerstandsfähigkeit der Banken. Die Bilanzsumme der 15 Institute wuchs um 3,7 % auf 20,9 Milliarden Euro, was die solide Basis dieser Finanzinstitute unterstreicht.
Wachstum im Privat- und Firmenkundengeschäft
Ein weiterer positiver Aspekt ist das Wachstum im Kreditvolumen, das um 4,6 % auf 15,2 Milliarden Euro angestiegen ist. Besonders hervorzuheben ist das Privatkundengeschäft, das mit einem Plus von 4,7 % glänzt, während das Firmenkundengeschäft um 4,3 % gewachsen ist. Auch die Kundeneinlagen legten um 4,4 % auf 16,1 Milliarden Euro zu. Hier zeigt sich, dass das Vertrauen der Kunden in ihre Banken auf einem stabilen Fundament steht.
Zusätzlich wurden im Jahr 2025 beeindruckende 2833 neue Wertpapierdepots eröffnet. Das Provisionsergebnis stieg auf 140 Millionen Euro, während der Zinsüberschuss auf 369 Millionen Euro anwuchs. Die verbessere Cost-Income-Ratio (CIR) von 56,8 % zeugt von einer effizienten Kostenstruktur der Banken. Bezirkspräsidenten fordern nun einen Bürokratieabbau und wettbewerbsfähige Energiekosten, um diese positive Entwicklung weiter zu unterstützen.
Chancen im digitalen Zeitalter
Ein besonders spannendes Thema ist der europäische Bezahldienst Wero, der von fast 50 Millionen Menschen genutzt wird. Hier liegen große Chancen für die mittelfränkischen Banken, ihre Dienstleistungen weiter auszubauen und zu modernisieren. Dennoch gibt es kritische Stimmen zum digitalen Euro, die darauf hinweisen, dass dieser kein Risiko für die Finanzstabilität darstellen sollte. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Entwicklungen in der digitalen Finanzwelt weiter gestalten werden.
Insgesamt zeigen die Zahlen und Entwicklungen der mittelfränkischen Volks- und Raiffeisenbanken, dass sie in der Lage sind, in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld zu wachsen und ihren Kunden attraktive Angebote zu machen. Dies ist nicht nur für die Banken selbst, sondern auch für die gesamte Region von großer Bedeutung. Die Finanzinstitute spielen eine zentrale Rolle in der wirtschaftlichen Stabilität und dem Wachstum des Nürnberger Landes.