Im Nürnberger Land gibt es traurige Nachrichten aus der Welt der Getränkehersteller: Der Produzent der beliebten Ingwer-Shots „Kloster Kitchen“, die zur Curameo AG gehören, hat Insolvenz angemeldet. Das Amtsgericht Nürnberg eröffnete das Verfahren am 10. April 2026. Der Grund für die Insolvenz ist ein Streit unter den Gesellschaftern, die sich nicht auf eine weitere Finanzierung einigen konnten. Rund 45 Mitarbeiter sind nun von dieser Entwicklung betroffen.

Die Curameo AG, die in den letzten Jahren ihr Produktportfolio erweitert hat – darunter auch Smoothies und Saftkuren – sieht sich nun in einer schwierigen Lage. Neueste Produktentwicklung, das Mikronährstoffkonzentrat Vital Flow, zeigt, dass das Unternehmen innovativ bleibt, auch wenn die Umstände herausfordernd sind. Der Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Patrick Meyerle, wird nun die Geschicke des Unternehmens leiten, während die Produktion weiterläuft und die Kunden weiterhin beliefert werden.

Stabilität im Blick

Vorstandschef Mario Fürst blickt trotz der schwierigen Situation optimistisch in die Zukunft. Er sieht weiterhin Marktpotenzial für die Produkte von Curameo und hat das Ziel, den Betrieb zu stabilisieren sowie Gespräche mit Kunden und Lieferanten zu suchen. Die Gehälter der Mitarbeiter sind für drei Monate durch Insolvenzgeld gesichert, was zumindest vorübergehend ein wenig Sicherheit bietet.

Doch dieser Fall ist kein Einzelfall: Im Januar 2026 wurden in Deutschland insgesamt 1.919 Unternehmensinsolvenzen registriert, was einem Anstieg von 4,9 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Forderungen der Gläubiger aus diesen Insolvenzen beliefen sich auf etwa 3,1 Milliarden Euro, was im Vergleich zu den 5,3 Milliarden Euro des Vorjahres einen Rückgang darstellt. Dies liegt daran, dass in vielen Fällen weniger bedeutende Unternehmen betroffen sind. Die Insolvenzhäufigkeit betrug 5,4 Insolvenzen pro 10.000 Unternehmen, wobei das Gastgewerbe mit 9,1 Fällen die höchste Rate aufwies.

Ein Blick in die Zukunft

Die Herausforderungen, vor denen die Curameo AG steht, spiegeln sich in einem breiteren wirtschaftlichen Kontext wider. Auch wenn die Insolvenzstatistik nur Geschäftsaufgaben im Rahmen eines Insolvenzverfahrens erfasst, zeigt sie doch, wie dynamisch und volatil der Markt ist. Die Mitarbeiter und die Geschäftsführung von Curameo hoffen, dass die Gespräche und die strategische Neuausrichtung des Unternehmens bald fruchten werden, um die Marke „Kloster Kitchen“ neu zu positionieren und das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen.

Für alle, die die Produkte von Curameo schätzen, bleibt zu hoffen, dass die Insolvenz nicht das endgültige Aus für die beliebten Ingwer-Shots und anderen gesundheitsbewussten Produkte bedeutet. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickelt und ob das Nürnberger Unternehmen gestärkt aus dieser Krise hervorgehen kann.