Heute ist der 30.04.2026 und wir werfen einen Blick auf einen der ungewöhnlichsten U-Bahnhöfe Nürnbergs – den U-Bahnhof Hasenbuck. Trotz seiner Position als am wenigsten genutzter U-Bahnhof der Stadt, wird dieser Standort nun ausgebaut. Aber warum das Ganze, könnte man sich fragen? Die Antwort liegt in der Entwicklung des neuen Stadtteils Lichtenreuth sowie der neuen Technischen Universität, die in der Nähe entsteht. Die dringenden Umbaumaßnahmen sind somit unausweichlich, um den zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden.

Eröffnet wurde der U-Bahnhof Hasenbuck am 18. Juni 1974 und ist der achte U-Bahnhof der Nürnberger U-Bahn. Mit einer täglichen Nutzung von etwa 4.100 Fahrgästen an Wochentagen (Stand 2019) ist er zwar der am wenigsten frequentierte Bahnhof in Nürnberg, doch seine Bedeutung nimmt mit den anstehenden Entwicklungen zu. Die Lage im Stadtbezirk Hasenbuck, unterirdisch in Nordwest-Südost-Richtung, macht ihn zu einem besonderen Bestandteil des städtischen Verkehrsnetzes.

Geplante Verbesserungen

Ein weiterer Grund für den anstehenden Ausbau ist die geplante Verbesserung des Zugangs an der Ostseite des Bahnhofs, deren Bauarbeiten 2027 beginnen und voraussichtlich ein Jahr dauern sollen. Diese Maßnahmen sind besonders wichtig, um den Anschluss an die neue Technische Universität und den Stadtteil Lichtenreuth zu optimieren. Der einzige Aufgang führt vom nördlichen Bahnsteigkopf in ein Verteilergeschoss unter der Kreuzung Ingolstädter-/Nerzstraße. Ein Aufzug, der 1982 nachgerüstet wurde, sorgt bereits jetzt für einen barrierefreien Zugang zur Oberfläche.

Der U-Bahnhof Hasenbuck ist nicht nur architektonisch interessant – er war der erste Nürnberger U-Bahnhof mit einem unterirdischen Fußgängerverteilergeschoss. Seine Bauarbeiten begannen im Juli 1971 in offener Bauweise mit Berliner Verbau und das gesamte Bahnhofsbauwerk erstreckt sich über 150 Meter. Die Farbgestaltung ist ebenfalls bemerkenswert: braune Keramikfliesen an den Bahnsteigwänden und Stützsäulen sowie weiße Schrift auf braunem Hintergrund für die Bahnsteignamen verleihen dem Bahnhof ein besonderes Flair.

Die Zukunft des Hasenbuck

Die Entfernung zu den nächstgelegenen U-Bahnhöfen beträgt 752 Meter zur Frankenstraße und 1509 Meter zur Bauernfeindstraße. Trotz der gegenwärtigen geringen Nutzung wird der Bahnhof, der von der U-Bahn-Linie U1 bedient wird, durch die geplanten Entwicklungen eine zentrale Rolle im zukünftigen Verkehrsnetz Nürnbergs spielen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Nutzung des U-Bahnhofs Hasenbuck in den kommenden Jahren entwickeln wird. Eines ist jedoch sicher: Die Stadt Nürnberg investiert in ihre Infrastruktur, um den Anforderungen einer wachsenden Stadt gerecht zu werden.