Heute ist der 26.03.2026. In Nürnberg-Lichtenreuth wurde am Mittwoch, dem 25. März 2026, eine amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Die Bombe, die etwa 252 Kilogramm wog, wurde während Bauarbeiten entdeckt und stellte eine ernsthafte Gefahr für die umliegenden Anwohner dar. Die Entschärfung der Bombe fand am Abend des gleichen Tages statt und dauerte circa eine Stunde. Die verantwortlichen Sprengmeister Christian Scheibinger vom Sprengkommando Südbayern und Sebastian Rupp vom Sprengkommando Nordbayern leiteten diesen kritischen Einsatz.

Rund 370 Menschen mussten evakuiert werden, darunter Anwohner, Hotelgäste und Beschäftigte in der Umgebung. Die Evakuierung begann bereits um 19 Uhr und betraf mehrere Straßen, darunter die Münchener Straße sowie Teile der Oskar-von-Miller-Straße und der Dr.-Luise-Herzberg-Straße. Eine Betreuungsstelle wurde in der Meistersingerhalle eingerichtet, wo die Evakuierten mit zwei Bussen zur Sicherheit transportiert wurden.

Evakuierungsmaßnahmen und Herausforderungen

Für die Entschärfung der Bombe wurde ein Evakuierungsradius von 450 Metern rund um den Fundort festgelegt. Aufgrund der Lage der Bombe, die sich in drei Metern Tiefe zwischen der Dr.-Luise-Herzberg-Straße und der Ingolstädter Straße befand, mussten auch lokale Infrastrukturen, wie eine Tankstelle und ein Hotel, temporär geschlossen werden. Die Münchener Straße wurde ab 19.30 Uhr gesperrt, was auch mehrere Kreuzungen betraf. Die Temperatur in der Fernwärmeleitung wurde durch den Energieversorger N-Ergie heruntergefahren, was zu einer eingeschränkten Energieversorgung in der Umgebung führen konnte.

Insgesamt waren rund 150 Einsatzkräfte vor Ort, die für die Sicherheit der Bevölkerung sorgten. Ein Bürgertelefon wurde unter der Rufnummer 0911/64 37 58 88 eingerichtet, um Fragen und Sorgen der Bevölkerung zu klären. Informationen über das Evakuierungsgebiet sowie Karten wurden auf der Internetseite der Stadt Nürnberg bereitgestellt, um den Betroffenen bestmöglich zu helfen.

Aktuelle Situation und Rückblick

Um kurz nach 22 Uhr am 25. März 2026 wurde die Buslinie 53 wieder regulär betrieben und die Straßensperrungen sowie die Sperrung des Luftraums wurden aufgehoben. Dieser Vorfall ist nicht der erste seiner Art in Nürnberg, denn in den letzten Tagen gab es mehrere Bombenfunde in der Stadt, darunter ein 450 Kilogramm schwerer Blindgänger. Auch ein Vorfall im November, bei dem 21.000 Bewohner evakuiert werden mussten, verdeutlicht die anhaltende Problematik mit nicht detonierten Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg.

Die Entschärfung von Fliegerbomben ist ein wichtiger Bestandteil der Stadt- und Bevölkerungssicherheit in Nürnberg. Viele dieser Bomben liegen noch immer im Boden und stellen ein Risiko dar. Für die Sicherheit der Bürger ist es unerlässlich, dass solche Funde schnell und professionell behandelt werden. Die Herausforderungen, die bei diesen Einsätzen auftreten, sind häufig groß, jedoch zeigt der aktuelle Vorfall, dass die Einsatzkräfte gut auf solche Situationen vorbereitet sind.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter InFranken und Bayerischer Rundfunk.