Im Frühjahr fand ein wichtiges Treffen des Lenkungsausschusses des Oberpfälzer Waldes im „Panorama Seenland“ am Steinberger See statt, bei dem zentrale Themen wie strategische Entwicklungen, Marketingmaßnahmen und der Wechsel in der Geschäftsführung besprochen wurden. Bei diesem Anlass berichtete die Mittelbayerische über die positiven Entwicklungen, die im Vorfeld des großen Tourismustags in Kemnath zu sehen waren. Über 200 Besucher, darunter Touristiker und politische Vertreter, tauschten sich darüber aus, wie der Tourismus als tragende Säule der Region weiter gestärkt werden kann.

Der Tourismustag selbst, der im März stattfand, hatte ein klar definiertes Ziel: Die Themen Nachhaltigkeit, Künstliche Intelligenz und regionale Entwicklung standen im Vordergrund. Positives Feedback gab es nicht nur zu den Vorträgen, sondern auch zu regionalen Erfolgsmodellen. Der nächste Tourismustag ist bereits für März 2027 in der Max-Reger-Halle in Weiden geplant.

Wechsel in der Geschäftsführung

Eine bemerkenswerte Veränderung steht auch bei der Tourismusgemeinschaft an: Der Landkreis Neustadt an der Waldnaab übernimmt die Geschäftsführung von Landkreis Schwandorf. Die neue Führung, bestehend aus Landrat Andreas Meier und Tourismusreferentin Christina Kircher, soll frischen Wind in die Planung und Umsetzung von Projekten bringen.

Ein umfassendes Schulungsprogramm für touristische Partner ist ebenfalls in Vorbereitung, um die touristischen Angebote in der Region weiterzuentwickeln. Dazu zählt auch eine langfristige Imagekampagne, die den Oberpfälzer Wald als entspannte Urlaubsdestination in den Fokus rücken soll.

Tourismus als Wirtschaftsmotor

Wie wichtig der Tourismus für die Region ist, verdeutlicht die Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus 2024“ des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr. Laut dieser Studie bringt der Tourismus im Oberpfälzer Wald jährlich rund 403 Millionen Euro Bruttoumsatz, wobei ein erheblicher Teil von Tagesgästen stammt. Auch die Übernachtungszahlen zeigen eine positive Entwicklung. Der Oberpfälzer Wald profitiert besonders von einer hohen Gästezufriedenheit: 2025 sicherte sich die Region den ersten Platz in der Trust You-Analyse.

Die Herausforderungen bleiben jedoch nicht aus: Trotz einer stabilen Auslastung der Betriebe sind die Buchungen zurückgegangen, während die Übernachtungszahlen stabil geblieben sind. Rund 6.666 Arbeitsplätze sind im Tourismus gesichert, was die Bedeutung dieser Branche für die Region einmal mehr unterstreicht.

Das LEADER-Kooperationsprojekt „Natürlich Ostbayern“ zielt darauf ab, nachhaltige Tourismuslösungen zu entwickeln und setzt auf neue Ideen wie Tiny-House-Siedlungen oder das Haus der Biodiversität in Tännesberg. Neben diesen Projekten wird die Rolle der Digitalisierung und die Nutzung von Social Media als essenziell eingeschätzt, um die Visibilität der Angebote zu erhöhen.

Abschließend zeigt sich, dass die Region um den Oberpfälzer Wald gut aufgestellt ist, um die Weichen für eine erfolgreiche touristische Zukunft zu stellen. Hier arbeiten Akteure und politische Vertreter engagiert zusammen, um den Tourismus noch stärker als Motor für wirtschaftliche Entwicklung zu nutzen.