Heute ist der 24.05.2026 und in Neumarkt in der Oberpfalz hat sich ein spannendes Ereignis zugetragen, das die jungen Köpfe der Region in Schwung bringt. Schüler aus Geretsried haben an einem Großplanspiel im Maximilianeum teilgenommen und das hat es in sich! Eine Gruppe von insgesamt 150 Mittelschülern aus fünf verschiedenen Schulen – darunter auch Viechtach, Hipoltstein, Buchenberg und Neumarkt West – hat sich zusammengefunden, um die Welt der Politik hautnah zu erleben. Sogar die Landtagspräsidentin Ilse Aigner ließ es sich nicht nehmen, die jungen Politikenthusiasten persönlich zu begrüßen.

Das Planspiel trägt den Namen „Der Landtag sind wir“ und verspricht nicht nur Spaß, sondern auch jede Menge Lernstoff. Hier geht es nicht um trockene Theorie, sondern um die Simulation eines echten Gesetzgebungsprozesses. Die Schüler haben sich intensiv mit einem fiktiven Gesetzesentwurf auseinandergesetzt, der das kontroverse Thema „Handyverbot an Schulen in Bayern“ behandelt. Wer hätte gedacht, dass ein solches Thema so viel Diskussionsstoff bietet? In verschiedenen Fraktionen und Ausschüssen haben die Teilnehmer ihre Ideen und Argumente ausgetauscht, Gesetzentwürfe erarbeitet und schließlich im Plenum abgestimmt. Da flogen die Argumente hin und her, und es wurde lebhaft debattiert – ganz so, als wären sie echte Abgeordnete!

Einblicke in die Welt der Politik

Das Planspiel „Der Landtag sind wir“ wird in der Regel direkt an Schulen vor Ort durchgeführt, gelegentlich auch im Bayerischen Landtag. Es wurde bereits 2006 vom Centrum für angewandte Politikforschung der LMU München ins Leben gerufen und hat sich seitdem zu einem festen Bestandteil der politischen Bildung in Bayern entwickelt. Jährlich finden rund 80 solcher Planspiele statt, die nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch das Interesse an politischen Prozessen fördern. Die Spielvorlagen werden ständig weiterentwickelt und evaluiert, damit sie den aktuellen Bedürfnissen der Schüler gerecht werden.

Das Engagement der Schüler ist bemerkenswert. Sie haben nicht nur ihre Meinungen geäußert, sondern auch gelernt, wie wichtig es ist, zuzuhören und andere Standpunkte zu respektieren. Da wird einem schnell klar, wie wichtig solche Initiativen sind, um die nächste Generation auf ihre Rolle als mündige Bürger vorzubereiten. Die Debatte über das Handyverbot an Schulen zeigt, wie sehr solche Themen die Jugendlichen bewegen. Es ist spannend zu sehen, wie sie sich mit den Herausforderungen der modernen Technologie auseinandersetzen und gleichzeitig die Grundlagen der Demokratie kennenlernen.

Politik zum Anfassen

Zu sehen, wie engagiert die Schüler bei der Sache sind, macht einfach Freude. Sie sind nicht nur Mitläufer, sondern übernehmen Verantwortung und gestalten aktiv mit. Dieses Planspiel ist mehr als nur ein Spiel – es ist eine wertvolle Erfahrung, die den Jugendlichen Selbstbewusstsein und Teamgeist vermittelt. Und hey, wer weiß? Vielleicht sitzen einige von ihnen eines Tages wirklich im Landtag und entscheiden über wichtige Gesetze!

In einer Zeit, in der das Interesse an politischer Bildung oft zu wünschen übrig lässt, sind solche Aktionen genau das, was wir brauchen. Die Schüler aus Geretsried und ihren Mitschülern aus den anderen Schulen haben gezeigt, dass Politik spannend und nahbar sein kann. Und so mancher hat vielleicht auch für sich entdeckt, dass ein Engagement in der Politik durchaus reizvoll ist. Wer weiß, vielleicht kommt die nächste große Idee ja aus Neumarkt in der Oberpfalz!