Heute ist der 5. Juni 2026 und in Neumarkt in der Oberpfalz brodelt es. Dr. Katharina Ziegler, die einstige Landratskandidatin der CSU, hat kürzlich die CSU-Kreistagsfraktion verlassen und sich mit fünf weiteren Mitgliedern zusammengetan, um die „Neumarkter Union“ (NU) zu gründen. Ein mutiger Schritt, der nicht nur ihre politische Laufbahn, sondern auch die politische Landschaft im Landkreis verändern könnte. Ziegler, die in der Regierung der Oberpfalz im Sachgebiet „Organisation und Digitalisierung“ arbeitet, hat als Leiterin der Abteilung „Bau und Umwelt“ am Neumarkter Landratsamt bereits einiges an Erfahrung gesammelt.

Ihr Wahlkampf im März, der in einer spannenden Stichwahl gegen Martin Meier von den Freien Wählern endete, war alles andere als ein Zuckerschlecken. Ziegler berichtet von aktiven Sabotageversuchen, die ihren Wahlkampf erschwerten. Gerüchte wurden gestreut, Vertrauen verloren – ein schmutziger Wahlkampf, der die Nerven strapazierte und die Wähler verunsicherte. Und das in einer Zeit, in der die Rolle von Frauen in der CSU ohnehin heiß diskutiert wird!

Die neue Fraktion und ihre Köpfe

Mit ihr verlassen auch Dr. Christine Meier, Ilse Werner, Rita Götz, Martin Hundsdorfer und Alois Scherer die CSU. Hundsdorfer, der Bürgermeister von Mühlhausen, und Scherer, der ehemalige Bürgermeister von Deining und CSU-Fraktionschef, bringen zusätzliches Gewicht in die neue Fraktion. Alle sechs Mitglieder wurden über die CSU-Liste in den Kreistag gewählt – das macht den Bruch umso bemerkenswerter. Ihre Entscheidung, eine eigene Fraktion zu gründen, zeigt, dass sie sich nicht länger von der alten Struktur der CSU einschränken lassen wollen.

Einige fragen sich jetzt: Was wird aus der CSU in Neumarkt? Hat sie den Kontakt zu den Bürgern verloren oder ist das nur ein vorübergehender Schock? Die Neumarkter Union könnte sich als frischer Wind erweisen – vielleicht sogar als eine Stimme für die Frauen in der Politik, die oft noch zu wenig Gehör finden.

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Ein Blick in die Zukunft

Die kommenden Monate werden zeigen, ob Ziegler und ihre Mitstreiter tatsächlich das Ruder herumreißen können. Die Herausforderungen sind groß, der Weg steinig. Doch mit frischem Elan und einem klaren Ziel vor Augen, scheint die Neumarkter Union bereit, die politische Bühne neu zu gestalten. Die Bürger dürfen gespannt sein, ob sie die neuen Ideen und das Engagement, das sie bisher vermisst haben, tatsächlich in die Realität umsetzen können. Die Zeit wird es zeigen!