Mähroboter oder Igel: Wer gewinnt den Kampf um die Nachtruhe in Neumarkt?
Heute ist der 5.07.2026, und hier in Neumarkt in der Oberpfalz brodelt es in der Diskussion um Mähroboter. Ja, genau, diese kleinen, fleißigen Helferlein, die uns das Rasenmähen abnehmen. Doch was, wenn ihr nächtliches Summen schlafende Igel stört oder gar verletzt? Der BUND Naturschutz Neumarkt hat im September 2025 Alarm geschlagen und einen Antrag auf ein Nachtfahrverbot für diese Geräte bei Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn eingereicht. Der Antrag sieht eine Allgemeinverfügung vor, die die nächtliche Inbetriebnahme von Mährobotern in Neumarkt untersagen soll. Bisher hat das Rathaus jedoch noch nicht reagiert. Ganz anders sieht es in anderen Städten aus: Regensburg, Schwandorf und Amberg haben bereits ähnliche Verbote erlassen. Da fragt man sich, wann Neumarkt endlich nachzieht!
Sigrid Schindler, die Vorsitzende der BN-Kreisgruppe, hat sich im März ebenfalls engagiert und einen Antrag für eine Verordnung für alle Kommunen gestellt. Das Thema ist drängend, denn Barbara Göttler von der Igelstation Burggriesbach berichtet von den Schäden, die Mähroboter bei den kleinen Stachelrittern anrichten. Eine Online-Petition von Göttler läuft derzeit, und die Igel stehen unter dem strengen Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes. Es ist kein Spaß: Wer fahrlässig Igel verletzt oder tötet, verstößt gegen das Artenschutzrecht. Das macht deutlich, wie wichtig ein Verbot für die nächtliche Nutzung von Mährobotern ist.
Argumente und Forderungen
Alfons Greiner vom BN weist klar darauf hin, dass Jung-Igel und andere Kleintiere oft einfach übersehen werden, wenn die Mähroboter ihre nächtlichen Runden drehen. Die Argumentation der Kommunalpolitiker, dass schwer zu überwachende Regelungen wenig bringen, stößt auf scharfe Kritik. Der BUND Naturschutz sieht in der Verordnung einen wichtigen ersten Schritt und fordert einen Appell an die Gartenbesitzer, auf den nächtlichen Betrieb zu verzichten. Es ist, als würde man die Augen vor einem Problem verschließen, das sich nicht wegmähen lässt.
Ein weiterer Punkt, den der BUND anmerkt, ist die Gestaltung von Zäunen. Sie empfehlen, diese so zu gestalten, dass Igel einen Durchgang finden, um nicht in die Gefahrenzone der Mähroboter zu geraten. Es ist wichtig, dass wir als Gesellschaft Verantwortung übernehmen und unseren kleinen Nachbarn helfen, sicher durch die Nacht zu kommen.
Für all jene, die mehr über die Hintergründe erfahren möchten, lohnt sich ein Blick auf die Website des BUND Naturschutz Neumarkt. Hier finden sich nicht nur Informationen über die Petition, sondern auch Tipps und Tricks, wie man seinen Garten igelfreundlicher gestalten kann. Die Diskussion um die Mähroboter zeigt deutlich, wie wichtig es ist, das Gleichgewicht zwischen modernen Technologien und dem Schutz unserer heimischen Tierwelt zu finden.
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