Betrug im Alter: Senioren in Hemau Opfer perfider Masche
Heute ist der 2.06.2026 und wir müssen leider über einen ernsthaften Vorfall berichten, der sich in Hemau, im Landkreis Regensburg, ereignet hat. Betrüger haben eine 85-jährige Seniorin um einen fünfstelligen Betrag gebracht. Am 28. Mai um 11:40 Uhr erhielt die Dame einen Anruf in russischer Sprache. Ein Anrufer, der sich als ihre Tochter ausgab, gab vor, dringend Geld für eine Operation zu benötigen. Es ist erschreckend, wie schnell solche Gauner das Vertrauen ihrer Opfer gewinnen können!
In der Folge übernahm ein falscher Beamter das Gespräch und organisierte die Geldübergabe. An der Haustür der Seniorin wartete dann ein unbekannter Mann, der den Betrag abholte. Die Täterbeschreibung ist ebenfalls alarmierend: Der Mann war circa 1,80 Meter groß, etwa 30 Jahre alt, schlank und hatte einen kurzen, schwarzen Kinnbart. Er trug einen schwarzen Anzug und ein dunkles Hemd, dazu dunkle Sneaker und hatte eine braungebrannte Hautfarbe. Die Kriminalpolizei Regensburg hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Zeugenhinweise. Wer etwas gesehen hat, kann sich unter der Telefonnummer (0941) 506-2888 melden.
Neuer Betrugsversuch in der Region
Die Polizei warnt eindringlich vor „Russischen Callcentern“ und ähnlichen Betrugsmaschen, die speziell auf russischsprachige Bürger abzielen. Bereits deutschlandweit gibt es zahlreiche Fälle, wobei die Oberpfalz bislang noch nicht betroffen war. Die Maschen sind perfide: Schockanrufe, der klassische Enkeltrick und Anrufer, die sich als falsche Polizeibeamte ausgeben, sind nur einige Beispiele. Hierbei wird oft eine Unfalllegende genutzt, um Druck auf die Opfer auszuüben.
In der Region Regensburg gab es bereits einige Fälle, in denen Betrüger erfolgreich waren. Ein Beispiel: Ein Anruf bei einer russischsprachigen Seniorin, bei dem der falsche Polizist behauptete, ihre Tochter und Schwiegersohn seien in einen Unfall verwickelt. Die Seniorin übergab einen hohen fünfstelligen Betrag, bevor sie realisierte, dass sie betrogen wurde. In einem anderen Fall wurde ein ukrainisch-deutsches Ehepaar (89 und 84 Jahre alt) ebenfalls um Geld gebracht.
Tipps der Polizei
Die Polizei hat einige Empfehlungen zur Vermeidung solcher Betrugsfälle herausgegeben. Wichtig ist, bei verdächtigen Anrufen sofort aufzulegen und keine Bargeldforderungen von angeblichen Beamten zu akzeptieren. Ein Codewort für Notfälle mit Angehörigen kann ebenfalls hilfreich sein. Rückrufe an die angezeigte Nummer sollten unbedingt vermieden werden, und im Zweifel ist es ratsam, die Polizei unter 110 zu kontaktieren. Schließlich gibt es auch die Möglichkeit, Telefonbucheinträge zu löschen oder zumindest Vorname und Adresse zu entfernen.
Die aktuellen Entwicklungen unterstreichen die Dringlichkeit, wachsam zu bleiben. Es ist bedauerlich, dass Gauner solchen Unsinn treiben und Menschen in ihrer Not ausnutzen. Wer etwas bemerkt oder betroffen ist, sollte nicht zögern und die Polizei informieren. Nur gemeinsam können wir diesen Machenschaften Einhalt gebieten. Bleiben Sie wachsam und schützen Sie sich und Ihre Angehörigen!


