Gestern, am 11. Mai, war in der Oberpfalz und Niederbayern ein ganz normaler Montag – wenn da nicht die Verkehrskontrollen der Verkehrspolizei gewesen wären! Von frühmorgens bis zum Mittag wurde auf der Bundesautobahn A93 und in Neutraubling kontrolliert, und das Ergebnis war alles andere als erfreulich für einige Verkehrsteilnehmer.
Die Autobahn A93 war von 7.30 Uhr bis 12 Uhr im Fokus der Beamten. Hier galt eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h. Insgesamt wurden 5.865 Fahrzeuge gemessen – und das, obwohl die Sonne strahlte und der Verkehr eigentlich flüssig sein sollte. Doch wie es so oft der Fall ist, hielten sich nicht alle an die Geschwindigkeitsbegrenzung. 57 Geschwindigkeitsüberschreitungen wurden festgestellt. Der schnellste Fahrer raste mit 161 km/h über die Autobahn. Oje, das hat Konsequenzen: Ein Bußgeld von mindestens 320 Euro, zwei Punkte im Fahreignungsregister und ein Monat Fahrverbot stehen ihm nun bevor. Da fragt man sich: Wo bleibt der gesunde Menschenverstand?
Kontrollen in Neutraubling
In Neutraubling, wo die Kontrolle von 7.15 Uhr bis 12.30 Uhr stattfand, war die Sache nicht viel besser. Hier galt eine Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h, und von den 1.244 gemessenen Fahrzeugen waren 51 zu schnell unterwegs. Der schnellste Fahrer wurde mit 90 km/h geblitzt. Für ihn bedeutet das ein Bußgeld von mindestens 150 Euro und einen Punkt im Fahreignungsregister. Allerdings wurden hier keine Fahrverbote ausgesprochen. Das kann man ja fast als Glück im Unglück bezeichnen, oder?
Ein paar Zahlen zum Nachdenken: Laut dem Bußgeldkatalog 2026 gibt es für Verkehrsverstöße maximal 3 Punkte. Ab 8 Punkten wird’s richtig ernst – da ist der Führerschein weg. Punkte können zwar durch freiwillige Fahreignungsseminare abgebaut werden, aber nur, solange man nicht mehr als 5 Punkte hat. Bei einem Punkt gibt’s übrigens schon 2,5 Jahre Frist, bevor der Punkt verfällt. Wer also öfter mal zu schnell unterwegs ist, der muss sich überlegen, ob das wirklich die richtige Entscheidung ist.
Verkehrsverstöße und ihre Folgen
Die häufigsten Verkehrsverstöße sind nicht wirklich überraschend: Falsches Parken, Geschwindigkeitsübertretungen, Vorfahrtsmissachtung – das alles kennen wir nur zu gut. Aber wenn man sich überlegt, dass es für einige Verstöße wie das Handy am Steuer nur einen Punkt gibt, während die Raserei mit 3 Punkten geahndet wird, wird einem schnell klar, dass man lieber vorsichtig fahren sollte. Wer mit Alkohol oder Drogen am Steuer erwischt wird, kann mit 2-3 Punkten rechnen, und das Mindestbußgeld liegt bei 500 Euro. Das ist nicht wenig, und ein Monat Fahrverbot ist für viele kaum zu bewältigen.
Die Verkehrssicherheit liegt uns allen am Herzen. Und doch scheint es, als ob einige Fahrer immer noch die Risiken unterschätzen. Vielleicht sollten wir alle mal darüber nachdenken, ob wir wirklich immer so schnell ans Ziel kommen müssen. Denn am Ende des Tages ist es der gesunde Menschenverstand, der uns schützt.