Abschied von einer Herzensbildung: Ingrid Meggls Vermächtnis an der Edith-Stein-Realschule
Heute ist der 15.07.2026, und in Neumarkt in der Oberpfalz weht ein Hauch von Abschied und Dankbarkeit durch die Gänge der Edith-Stein-Realschule. Nach 16 Jahren als Rektorin legt Ingrid Meggl das Amt nieder und tritt in den wohlverdienten Ruhestand. Ein Kapitel geht zu Ende – ein Kapitel, das geprägt war von Leidenschaft, Engagement und einer tiefen Verbundenheit zur Schulgemeinschaft.
Die gebürtige Regensburgerin übernahm 2010 die Leitung der Schule und hat seither ihre Spuren hinterlassen. Für Meggl war die Zeit in Parsberg eine Reise voller Erinnerungen. „Ich blicke dankbar auf die vergangenen Jahre zurück“, sagt sie. In diesen Jahren hat sie nicht nur die Schulstrukturen mitgestaltet, sondern auch ein lebendiges Schulleben gefördert, das auf gegenseitigem Respekt basiert. Ihr Einsatz für die Schüler und Lehrer wird lange in den Herzen der Schulfamilie weiterleben.
Ein Weg voller Erfahrung
Ingrid Meggls Werdegang ist bemerkenswert. Geboren und aufgewachsen in Regensburg, studierte sie Deutsch und Englisch für das Lehramt an Realschulen. Ein Highlight ihrer frühen Karriere war ihr Aufenthalt als Teaching Assistant in Southern Illinois, USA, von 1985 bis 1986. Nach dem zweiten Staatsexamen begann sie ihre Lehrtätigkeit an der Staatlichen Realschule in Schwandorf – ein Sprungbrett für die folgenden Jahre. Der Weg führte sie auch ins Kultusministerium, dort war sie Ende der 1990er Jahre fünf Jahre lang tätig.
Nach ihrer Rückkehr als Konrektorin an die Staatliche Realschule Riedenburg und später als Schulleiterin in Bogen, fand sie 2010 ihren Platz an der Edith-Stein-Realschule. Hier hat sie nicht nur als Führungskraft gewirkt, sondern auch eine Atmosphäre geschaffen, in der Schüler und Lehrer sich wohlfühlen und gegenseitig respektieren. „Die Schulfamilie ist mir sehr ans Herz gewachsen“, sagt sie und blickt optimistisch in die Zukunft.
Ein neuer Lebensabschnitt
Was kommt nun nach dem Ruhestand? Ingrid Meggl plant, mit ihrem Lebenspartner nach Waldetzenberg zu ziehen. Reisen, kulturelle Aktivitäten und der Fokus auf die eigene Gesundheit stehen auf ihrer Agenda. Es ist ein neuer Lebensabschnitt, der mit Vorfreude, aber auch mit Wehmut verbunden ist. „Ich werde die Schule und die Menschen hier vermissen, aber ich freue mich auf die kommenden Abenteuer“, teilt sie mit einem Lächeln.
In einer Zeit, in der der Schulbetrieb oft von Herausforderungen geprägt ist, bleibt Meggls Vermächtnis ein leuchtendes Beispiel für eine engagierte und herzliche Schulleiterin. Die Edith-Stein-Realschule wird weiterhin von ihrem Geist der Gemeinschaft und des Respekts profitieren. Und während Ingrid Meggl nun neue Wege einschlägt, wird ihr Wirken in Parsberg niemals vergessen werden.
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