Am 20. Juni 2023 war es soweit: Die Diakonie NAH feierte ein ganz besonderes Jubiläum – 70 Jahre Einsatz für Menschen in Neumarkt und der Umgebung. Der Klostersaal in Neumarkt war der Ort, an dem sich Freunde, Unterstützer und Wegbegleiter versammelten, um gemeinsam diesen bedeutenden Schritt in der Geschichte des Vereins zu würdigen.

Die Reise begann 1956 mit der Gründung des Vereins „Innere Mission“. Ein bescheidener Anfang, der sich über Jahrzehnte zu einem umfassenden Dienst für die Gemeinschaft entwickelte. Nach vielen Umbenennungen – von der „Inneren Mission“ über das Diakonische Werk Neumarkt/Oberpfalz bis hin zur heutigen Diakonie NAH – sind die Anfänge klar zu erkennen: ambulante Pflege in der Sozialstation Neumarkt, stationäre Pflege im Altenheim Sulzbürg und seit 1968 im Martin-Schalling-Haus Neumarkt. Die ersten Jahre waren geprägt von harter Arbeit und unermüdlichem Einsatz der Mitarbeitenden, die oft von Zivildienstleistenden unterstützt wurden.

Ein Blick zurück und nach vorne

Schwester Gertraud, eine der langjährigen Mitarbeiterinnen, erinnert sich lebhaft an die Feste in den Jahresrhythmus, die für die Bewohner organisiert wurden. Diese Feierlichkeiten waren nicht nur ein Grund zur Freude, sondern auch ein Zeichen der Gemeinschaft. Heute sind es Betreuungsassistentinnen wie Maria Simbeck, die mit einem Wochenprogramm für geistige und körperliche Aktivierung der Bewohner sorgen. Ein echter Gewinn für alle! Beate Völkl, die Leiterin des Martin-Schalling-Hauses, hob die Bedeutung der Betreuung hervor, die nicht nur pflegerische Aspekte berücksichtigt, sondern auch dem Einsamkeitsgefühl entgegenwirkt.

Die Diakonie hat sich über die Jahre hinweg stetig weiterentwickelt. In den 1990er-Jahren kam es zu einer Erweiterung der Angebote. Heute bietet die Diakonie NAH ein umfassendes Spektrum an Dienstleistungen: ambulante Pflege, ambulant unterstütztes Wohnen, Flüchtlings- und Integrationsberatung, Suchtberatung, ein Tageszentrum, einen sozialpsychiatrischen Dienst und den Leb-mit-Laden Tafel. Ein wahres Netzwerk der Hilfe für Menschen in verschiedenen Lebenslagen.

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Festliche Anlässe und herzliche Begegnungen

Das Jubiläum war nicht nur ein Rückblick, sondern auch ein Anlass, um Dank zu sagen. Grußworte von MdB Susanne Hierl, Landrat Martin Meier, 2. Bürgermeister Günther Stagat und Dekanin Christiane Murner verliehen der Feier einen festlichen Rahmen. Nach diesen herzlichen Worten folgte eine Andacht, die den Charakter des Ereignisses unterstrich. Und, ganz bayerisch, durften die Weißwürste natürlich nicht fehlen – ein Gaumenschmaus für alle Teilnehmer!

Ein ganz besonderer Höhepunkt war die Ausstellung eines Zeitstrahls, erstellt von Schwester Gertraud, Maria Simbeck und Ulrika Schön. Hier konnten die Besucher die Entwicklung der Diakonie NAH auf visuelle Weise nachvollziehen. Es war eine bewegende und inspirierende Zusammenkunft, die den Blick auf die Errungenschaften der letzten 70 Jahre lenkte und gleichzeitig die Weichen für die Zukunft stellte.

Es sind solche Ereignisse, die uns immer wieder daran erinnern, wie wichtig das Engagement für die Gemeinschaft ist. Die Diakonie NAH hat in den vergangenen Jahrzehnten unzähligen Menschen geholfen und wird dies auch weiterhin tun. Ein ehrliches „Vergelt’s Gott“ an alle, die sich in den Dienst der Nächstenliebe stellen, sei an dieser Stelle mehr als angebracht.