Wirtschaft im Schlingerkurs: Neuburg-Schrobenhausen kämpft gegen steigende Preise und sinkende Nachfrage
Heute ist der 29.05.2026 und wir schauen auf die jüngsten Entwicklungen der wirtschaftlichen Lage in der Region Neuburg-Schrobenhausen. Die IHK für München und Oberbayern hat die Ergebnisse ihrer Konjunktur-Umfrage veröffentlicht und, um es direkt zu sagen: Die Stimmung ist alles andere als rosig. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Der regionale IHK-Konjunktur-Index ist um 14 Punkte gefallen und steht nun bei 91. Das ist ein deutliches Zeichen, dass die heimischen Betriebe mit einer verschlechterten Geschäftslage konfrontiert sind.
28 Prozent der Unternehmen bewerten ihre Situation als gut, während 24 Prozent sie als schlecht einschätzen. Ein Blick auf die Gründe zeigt, dass die Sperrung der „Straße von Hormus“ die heimische Wirtschaft zusätzlich belastet. Die Preise für Rohstoffe und Waren steigen, was 73 Prozent der Befragten als gravierendes Problem empfinden. Vor einem Jahr waren es noch 51 Prozent. Hoch sind auch die Energiekosten – 68 Prozent der Unternehmen haben damit zu kämpfen. Und wenn man dann noch die fehlende Nachfrage dazu nimmt, die 62 Prozent der Firmen beklagen, dann wird das Bild ziemlich düster.
Die Sorgen der Unternehmen
Was die Zukunft angeht, sind die Prognosen alles andere als optimistisch. Gerade einmal 11 Prozent der Betriebe rechnen mit einer Belebung ihrer Geschäfte in den kommenden Monaten. Damit zeigen sich 32 Prozent der Unternehmen pessimistisch und erwarten eine weitere Verschlechterung. Die Hauptrisiken, die die Firmen derzeit sehen, sind vor allem die Energie- und Rohstoffpreise (73 Prozent), gefolgt von Arbeitskosten (69 Prozent) und einer schwachen Inlandsnachfrage (65 Prozent). Das sind wirklich besorgniserregende Zahlen, die auf Reformbedarf in verschiedenen Bereichen hinweisen.
Die Investitionsbereitschaft ist auf einem historischen Tiefpunkt angekommen. 39 Prozent der Unternehmen planen weniger Investitionen, während lediglich 16 Prozent beabsichtigen, ihre Ausgaben zu erhöhen. Das ist der niedrigste Stand seit der Finanzkrise 2008/09. Und als ob das nicht genug wäre, wollen 38 Prozent der Firmen Stellen abbauen – nur 9 Prozent streben einen Auf- oder Ausbau an. Hier wird die Notwendigkeit von Reformen im Steuersystem, am Arbeitsmarkt und im Bereich der Bürokratie-Abbau von IHK-Sprecher Franz Schabmüller mehr als deutlich.
Die Realität vor Ort
Die Umfrage fand im April 2023 statt und ist ein Indikator für die aktuellen Herausforderungen, vor denen die Unternehmen stehen. Es ist kein Geheimnis, dass die wirtschaftliche Lage in unserer Region angespannt ist. Die Sorgen und Ängste der Betriebe sind spürbar. Wo man hinsieht, wird diskutiert – über die steigenden Preise, die sich wie ein Schatten über die Geschäfte legen. Das Gefühl der Unsicherheit schwingt in den Gesprächen mit. Man fragt sich, wie lange das noch gutgeht.
Es ist irgendwie paradox, dass in Zeiten, in denen wir von Innovationen und digitalen Fortschritten umgeben sind, die Unternehmen mit solch klassischen Herausforderungen wie steigenden Kosten und sinkender Nachfrage kämpfen müssen. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen deutlich, dass es Zeit ist, die Ärmel hochzukrempeln und aktiv zu werden. Die Unternehmer in der Region brauchen jetzt Unterstützung und Lösungen, um gestärkt aus dieser Krise hervorzugehen. Wie sich die Lage entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: Die nächste Umfrage wird mit Spannung erwartet.
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