Heute ist der 20.04.2026, und während sich die Landschaft rund um München stetig verändert, bleibt eines konstant: der Traum vom Eigenheim. Besonders im Großraum München sind die Preise für Einfamilienhäuser mittlerweile auf ein Durchschnittsniveau von über 1,2 Millionen Euro gestiegen. So werden auch in den angrenzenden Landkreisen wie Bad Tölz-Wolfratshausen, Starnberg, Miesbach und Fürstenfeldbruck hohe Preise erzielt. Auch Garmisch, Dachau, Erding, Ebersberg und Freising sind nicht gerade als Schnäppchen bekannt.
Trotz der hohen Immobilienpreise ist ein Teil der bayerischen Bevölkerung nach wie vor optimistisch und träumt von den eigenen vier Wänden. Laut dem Immobilienatlas der Bausparkasse LBS fanden im Jahr 2025 Transaktionen im Wert von 54,4 Milliarden Euro statt, was einem Anstieg von 9,1 Prozent im Vergleich zu 2024 entspricht. Die Hälfte dieser Transaktionen entfiel auf Oberbayern, während über ein Fünftel in der Stadt München selbst stattfand. In den letzten Jahren haben sich die Preise jedoch wieder leicht erhöht, nachdem sie unter dem Rekordniveau von 2022 lagen.
Preise in der Umgebung
Ein Blick auf die Preisspannen zeigt, dass die Immobilienpreise in Schwaben, beispielsweise in Aichach-Friedberg und rund um Augsburg, mit etwa 500.000 Euro für Einfamilienhäuser deutlich günstiger sind. Im Norden Bayerns sind die Preise für Häuser und Wohnungen ebenfalls niedriger. In München selbst liegen die Preise für Neubauten bei etwa 11.000 Euro pro Quadratmeter, während Altbauwohnungen um die 8.000 Euro pro Quadratmeter kosten. Der Landkreis München verzeichnet die niedrigsten Preise mit ca. 5.800 Euro pro Quadratmeter im Osten, während im Landkreis Dachau Wohnungen im Bestand für 4.000 bis 5.000 Euro pro Quadratmeter erhältlich sind. In Augsburg bewegen sich die Preise zwischen 3.200 und 4.800 Euro pro Quadratmeter, während am Starnberger See die Preise eher bei 7.000 Euro pro Quadratmeter liegen.
Diese Zahlen stammen aus einer umfassenden Umfrage unter Immobilienvermittlern von LBS und Sparkasse, die einen Überblick über die Marktlage im Neubau und im Bestand bieten. Der Immobilien-Preisspiegel umfasst rund 1.000 Städte, darunter 15 Großstädte mit mehr als 500.000 Einwohnern und 67 Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern. Hierbei werden auch Einpendlerorte mit mehr als 10.000 Einwohnern berücksichtigt.
Politische Einflüsse und Ausblick
Die Unsicherheiten in der globalen Wirtschaft, insbesondere durch den Iran-Krieg, sorgen für Bedenken in Bezug auf mögliche Inflation. LBS-Chef Erwin Bumberger äußert sich besorgt und fordert einen Erlass der Grunderwerbsteuer für Ersterwerber sowie eine Vereinfachung von Bauvorschriften, um die Wohnkosten zu senken. Diese Maßnahmen könnten dazu beitragen, den Traum vom Eigenheim für viele Bayern zu realisieren und gleichzeitig die Marktentwicklung zu stabilisieren.
Die Situation auf dem Immobilienmarkt in Bayern bleibt also spannend. Während die Preise in den Ballungszentren weiter steigen, gibt es in ländlicheren Regionen noch Möglichkeiten, ein Eigenheim zu erwerben, ohne gleich die Bank zu sprengen. Die Herausforderungen sind groß, doch der Traum vom eigenen Zuhause bleibt für viele ein erstrebenswertes Ziel.