Heute ist der 17.07.2026 und hier in Neuburg-Schrobenhausen ist die politische Landschaft mal wieder in Bewegung. Die CSU hat sich entschieden, den AfD-Mandatsträgern nicht grundsätzlich die kommunalpolitische Arbeit zu verwehren. Ein Schritt, der einige Wellen schlägt! Ex-Oberbürgermeister Bernhard Gmehling hat sich im Kreistag sogar für einen AfD-Kollegen als Referenten ausgesprochen. Das ist nicht gerade alltäglich, oder? Landrat Thomas Mack, ebenfalls CSU, hat Kevin Seidler als Vertreter des Kreises für die Vorstellungsrunde der neuen Kreisheimatpfleger vorgeschlagen. Doch nicht jeder ist von dieser Entscheidung begeistert.

Werner Widuckel, der SPD-Fraktionssprecher, hat Seidler abgelehnt. Seine Bedenken sind nicht von der Hand zu weisen, schließlich wird die AfD in mehreren Bundesländern als rechtsextrem eingestuft. Widuckels Forderung nach einem Vorschlag aus der demokratischen Basis ist klar: Die demokratischen Prinzipien sollen gewahrt bleiben! Mack hingegen sieht Seidlers Person positiv – der Mann hat einen Hintergrund in der Baubranche und ist in einem Heimat- und Kulturverein aktiv, was ihn gewissermaßen ins Spiel bringt.

Ein neuer Wind in der Heimatpflege

Die Nominierung von Kevin Seidler durch den Kreis-Bauausschuss kam gegen die Stimmen von Widuckel und Martin Wendl von den Grünen zustande. Die neuen Kreisheimatpfleger, die Ende des Jahres benannt werden, sind für Baudenkmäler, Brauchtum und Musikpflege zuständig. Aktuell sind Michael Aurel Pichler, Manfred Baierl, Sabine Rademacher und das Ehepaar Hammer in diesem Amt tätig. Landrat Mack führt den Vorsitz in diesem Gremium und hat dabei eine klare Linie: Eine Mehrheit hat weiteren Posten für gewählte AfD-Vertreter auf Stadt- und Kreisebene nicht zugelassen. Es bleibt also spannend, wie sich das Ganze entwickeln wird.

In der politischen Landschaft zeigt sich ein gewisser Trend. Die AfD versucht, sich als Kümmerpartei zu positionieren und beeinflusst damit die Debattenkultur auf kommunaler Ebene. In Ostdeutschland hat die Partei seit 2023 bereits erste Bürgermeister und einen Landrat. Die kommunalen Vertretungskörperschaften setzen hauptsächlich Landes- und Bundesgesetze um, was bedeutet, dass sie keine legislative Kompetenz haben. Dennoch sieht man, wie die AfD durch geschickte Inszenierung ihrer Akteure und populistische Forderungen das politische Klima polarisiert. Es gibt Stimmen, die sogar eine Zusammenarbeit mit der AfD fordern – ein gefährlicher Pfad, wenn man bedenkt, wie die Partei agiert und Minderheiten angeht.

VeloCore Medium

Der schmale Grat zwischen Dialog und Abgrenzung

Die politischen Entscheidungsträger stehen vor einer Herausforderung. Wie hält man die Brandmauer gegen die AfD aufrecht, wenn gleichzeitig eine zunehmende Zahl an Bürger:innen nach Dialog und Zusammenarbeit ruft? Diese Diskussion ist nicht neu, aber sie gewinnt an Brisanz, vor allem in Zeiten, in denen die AfD bei den Kommunalwahlen im Juni 2024 in vielen Bundesländern Stimmen gewonnen hat. Man fragt sich, wo das hinführen soll. In Sachsen haben ehemalige CDU-Abgeordnete einen offenen Brief verfasst, in dem sie den Dialog mit AfD-Abgeordneten fordern – das wirft Fragen auf und zeigt, wie tief die Spaltung geht.

Die kommunale Ebene ist entscheidend für die Verbindung zwischen Bürger:innen und politischen Parteien. Das ist der Ort, an dem man sich begegnet, wo man Probleme diskutiert und Lösungen findet. Aber die gegenwärtige Situation, mit verbalen und körperlichen Angriffen auf Politiker:innen, zeigt deutlich, dass die politische Debattenkultur unter Druck steht. Wenn es nicht gelingt, die demokratischen Prinzipien zu schützen und die lokale Demokratie zu stärken, wird das nicht ohne Folgen bleiben.

Wie sich das alles weiterentwickeln wird, bleibt abzuwarten. Eines ist sicher: Die kommenden Monate werden spannend und fordernd für alle Beteiligten. Die Frage bleibt, ob man sich auf eine konstruktive Zusammenarbeit einlassen kann oder ob der Weg der Abgrenzung der einzig gangbare ist. Neuburg-Schrobenhausen wird in den nächsten Monaten ein Schauplatz sein, an dem sich diese Debatten weiter entfalten.

Mit der Umstellung auf VeloCore vereint unser Magazin herausragende Performance und konsequente Barrierefreiheit. Schnelle Ladezeiten und optimale Core Web Vitals treffen auf eine vollständige WCAG-2.1- und BITV-2.0-konforme Umsetzung – realisiert durch Daniel Wom ohne Kompromisse.