Königsmoos in der Gefahrenspirale: Endlich ein Lichtblick für die Kehrhof- und Neuburger Straße?
Die Kehrhofstraße und die Neuburger Straße in Königsmoos sind nicht gerade die sichersten Ecken, das steht fest. Seit Jahren gibt es hier Probleme. Immer wieder kracht es, weil viele Verkehrsteilnehmer die Vorfahrtsregeln missachten. Besonders bitter war der letzte schwere Unfall im Mai, bei dem vier Menschen verletzt wurden. Ein Albtraum, der sich leider nicht zum ersten Mal abspielt. In den letzten fünf Jahren gab es hier sage und schreibe 18 Unfälle, elf davon aufgrund von Vorfahrtsmissachtungen. Vier davon gingen nicht gut aus, und fünf Menschen wurden leicht verletzt. Es ist also kein Wunder, dass die Gemeinde unter Druck steht.
Die Kehrhofstraße, eine Kreisstraße (ND 13), und die Neuburger Straße, eine Staatsstraße (2046), sind nicht nur Straßen, sondern auch Schauplätze von Gefahr und Ungewissheit. Die Handlungsspielräume der Gemeinde sind begrenzt, und das macht die Situation noch frustrierender. Die AfD-Landtagsfraktion hat bereits einen Fragenkatalog an Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) geschickt – die Hoffnungen auf Lösungen sind groß. Doch die bisherigen Aussagen der Verantwortlichen sind ernüchternd: „Solange es keinen Toten gibt, gibt es auch keine Maßnahme.“ Klingt nach einer gefährlichen Abwägung.
Verkehrsschau als Hoffnungsschimmer
Jetzt, wo die Verkehrsschau ansteht, könnte sich vielleicht etwas bewegen. Bei dieser behördlichen Kontrolle von Straßen und Wegen wird die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer ins Visier genommen. Dabei werden Verkehrszeichen, Fahrbahnmarkierungen und sogar die Sichtverhältnisse an kritischen Stellen unter die Lupe genommen. In Deutschland sind die Behörden verpflichtet, mindestens alle zwei Jahre Verkehrsschauen durchzuführen. Aber in Königsmoos kann man diese Kontrollen auch anlassbezogen durchführen, wie etwa bei den Unfällen an der besagten Kreuzung.
Die Beteiligten – darunter die Straßenverkehrsbehörde, die Polizei und Vertreter der Straßenbaubehörde – werden vor Ort die Situation begutachten. Hier könnten erste Vorschläge zur Verbesserung ausgearbeitet werden. Vielleicht neue Schilder, vielleicht bauliche Veränderungen? Die Notwendigkeit besteht, und die Verwaltung hat auch bereits reagiert: Die Straßenbeleuchtung wurde auf hellere LEDs umgestellt, um die Sicht zu verbessern. Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, aber reicht das? Wohl kaum.
Bauliche Maßnahmen in der Planung
Die Unfallkommission hat Piktogramme vorgeschlagen, und bauliche Maßnahmen sind für 2026 geplant. Die Frage bleibt, welche konkreten Veränderungen anstehen werden. Ein Ampelsystem könnte nicht ausreichen, denn die Kreuzung wird in der nächsten Dreijahresstatistik als Unfallschwerpunkt ausgewiesen. Holgar Uslar, Abteilungsleiter vom Staatlichen Bauamt Ingolstadt, hat das bereits bestätigt. Ein Kreisverkehr wäre zwar eine Option, aber auch eine teure und raumfordernde. Die wirtschaftlichen Aspekte müssen ebenfalls berücksichtigt werden – und das ist ein schmaler Grat.
Der neue Bürgermeister Marco Meir hat die Dringlichkeit baulicher Maßnahmen betont. Es ist klar, dass hier etwas passieren muss. Die bereits angesprochene Verkehrsschau könnte der Schlüssel zur Lösung sein. Der Dialog mit einem Planungsbüro steht an, und das könnte die Chance sein, die Kreuzung endlich sicherer zu gestalten. Wir hoffen, dass die Verantwortlichen das nötige Engagement zeigen, denn jede Maßnahme zählt – schließlich geht es um Menschenleben.
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