In Neuburg-Schrobenhausen tut sich was! Am Samstag, dem 23. Mai, wird der Arbeitskreis Fledermäuse eine spannende Aktion ins Leben rufen: eine Kontrolle der Fledermauskästen. Wer sich schon immer für die kleinen fliegenden Säugetiere interessiert hat oder einfach mal einen Blick hinter die Kulissen der Natur werfen möchte, hat hier die perfekte Gelegenheit. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Ende des Ochsengründlwegs, direkt an der Brücke über den Längenmühlbach. Festes Schuhwerk und die richtige Kleidung sind dabei ein absolutes Muss, denn es geht hoch hinaus – über Leitern wird die Kontrolle durchgeführt.
Das Ziel dieser Aktion ist vielfältig: Es sollen wichtige Informationen über den lokalen Bestand der Fledermäuse gesammelt werden, um Erkenntnisse für den Artenschutz zu gewinnen. Denn in modernen Landschaften sind natürliche Quartiere leider rar gesät. Fledermäuse brauchen dringend Schutz, und künstliche Quartiere wie die besagten Kästen kommen da ins Spiel. Wusstet ihr, dass diese kleinen Tierchen bis zu 1000 Insekten pro Nacht vertilgen? Damit sind sie nicht nur faszinierende Geschöpfe, sondern auch ein wichtiger Indikator für die Qualität unserer Umwelt.
Fledermäuse und ihre Quartiere
Die Kontrolle der Kästen ist nicht nur eine Zählaktion. Neben den Fledermäusen werden auch Nistkästen für Vögel gereinigt, um Parasitenbefall vorzubeugen. Das ist wichtig, denn Fledermäuse könnten in ihrer Suche nach Quartieren auf andere Tiere wie höhlenbrütende Vögel oder sogar Hornissen und Wespen treffen – Konkurrenz um den besten Platz ist angesagt! Daher ist es essenziell, den Fledermäusen durch das Anbringen von weiteren Kästen im Landkreis zu helfen.
Ein Blick in die Natur zeigt, dass Fledermäuse Quartiere in Spechthöhlen, hinter Rindenschuppen und in Spalten an Zwieseln nutzen. Doch in wirtschaftlich genutzten Wäldern wird Altholz oft vor der Entstehung solcher Strukturen entfernt, was den Tieren das Leben schwer macht. Ein Mangel an Quartierstrukturen ist die Folge. Fledermauskästen können hier zwar als Zusatzangebot dienen, doch sie ersetzen nicht die Vielfalt natürlicher Lebensräume.
Engagierte Bürger und Fortbildung
Wer mehr über die ökologische Bedeutung der Fledermäuse und den richtigen Umgang mit Fledermauskästen erfahren möchte, findet im Fortbildungsmodul „Waldfledermäuse und Fledermauskästen“ spannende Informationen. Dort wird nicht nur der theoretische Hintergrund zur Quartierökologie vermittelt, sondern auch der Arbeitsschutz bei Installation und Kontrolle der Kästen thematisiert. Ein Exkursionsteil ermöglicht die praktische Anwendung und Vertiefung des Wissens über diese faszinierenden Tiere.
Falls ihr euch für die Aktion am 23. Mai interessiert, meldet euch bis zum 22. Mai online an unter naturschutz@neuburg-schrobenhausen.de. Lasst uns gemeinsam einen Beitrag zum Schutz der Fledermäuse leisten und dabei vielleicht sogar noch etwas über die Natur lernen! Die Zukunft dieser kleinen Nachtjäger liegt in unseren Händen – und ein bisschen Spaß kann dabei auch nicht schaden!
