Heute ist der 21.07.2026, und die Wellen schlagen hoch hier in Neuburg-Schrobenhausen. Die Personalentscheidung im Bauausschuss des Kreistags sorgt für reichlich Aufregung. Die Wahl von Kevin Seidler, einem AfD-Kreisrat, in ein Gremium, das Vorschläge für die Posten als Kreisheimatpfleger unterbreitet, hat viele Gemüter erhitzt. Das Amt selbst ist befristet, und die endgültige Entscheidung liegt beim Kreistag. Der Vorschlag zur Benennung Seidlers kam vom Landrat Thomas Mack (CSU), der auch im Gremium sitzt – ein Umstand, der für nicht wenige Bürger wie ein rotes Tuch wirkt.

Besonders die Grünen und die SPD zeigen sich empört. Zwei Kreisräte, Werner Widuckel von der SPD und Martin Wendl von den Grünen, stimmten gegen Seidler, was die Diskussion erst richtig anheizte. Kritische Stimmen in sozialen Netzwerken äußern Bedenken – und das nicht zu knapp. Klaus Wolbert aus Neuburg hat klare Worte gefunden und fordert die Rücknahme der Benennung. Komisch, oder? In einer Stadt wie Neuburg, wo man sich doch eigentlich gut kennt, wird das Thema gleich zum Aufreger. Überall hört man die Diskussionen, sei es beim Bäcker oder im Café.

Reaktionen und Empfindungen

Die Empörung ist spürbar. Frederic Lucas Wrage von den Grünen ist bestürzt und sieht in der Nominierung ein schlechtes Signal für die demokratischen Werte. „Das kann doch nicht sein“, denkt man sich da. Auf der anderen Seite gibt es aber auch positive Stimmen. Katharina Hörmann aus Neuburg hebt hervor, dass man den Menschen hinter der Parteizugehörigkeit kennenlernen sollte – ganz im Sinne von „nicht alle über einen Kamm scheren“. Ihre Meinung findet Anklang, auch wenn die meisten Glückwünsche zu Seidlers Wahl anonym oder von außerhalb der Region kommen.

Ein schmaler Grat, auf dem sich die Debatte bewegt. Während einige die Entscheidung als Chance sehen, andere als Bedrohung der bayerischen Werte. Neuburgs Oberbürgermeister Gerhard Schoder ist ebenfalls kritisch und sieht hier ein falsches Signal an die Bürger. Man fragt sich, wie diese Entscheidung für die kommenden Wahlen wirken wird. Die Diskussion über die Rolle der AfD in der Kommunalpolitik wird hier einmal mehr entfacht.

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Ein Blick in die Zukunft

Wie wird es weitergehen? Der Kreistag hat die letzte Entscheidung – da wird noch einiges an Wasser die Donau hinunterfließen. Was bleibt, sind die vielen Fragen, die in den Köpfen der Menschen in Neuburg-Schrobenhausen herumschwirren. Die Wogen der politischen Auseinandersetzung werden nicht so schnell glätten. Man kann nur gespannt sein, wie sich die Gemüter beruhigen werden und ob die Bürger in Zukunft noch mehr in die politische Mitgestaltung einbezogen werden.

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