Am Dienstagabend gab es Grund zum Feiern für die Basketballfans in Ulm! Ratiopharm Ulm hat sich beim Eurocup-Auswärtsspiel gegen Lietkabelis Panevezys aus Litauen mit einem beeindruckenden 86:68 den Sieg gesichert. Nach einer langen Durststrecke von fünf Niederlagen in nationalen Wettbewerben war dieser Erfolg wie ein erfrischender Sprung ins kalte Wasser – einfach notwendig und befreiend.

Der Start ins Spiel war allerdings alles andere als vielversprechend. Ulm geriet schnell mit 0:8 und später sogar mit 4:11 in Rückstand. Doch der Kampfgeist der Mannschaft war ungebrochen. Simi Shittu sorgte mit seinem Treffer für den Ausgleich zum 13:13, und Adam Atamna stellte die erste Führung für die Ulmer auf. Merkwürdigerweise verletzte sich Panevezys’ französischer Topscorer Ivan Fevrier früh und musste in die Kabine, was den Litauern nicht gerade half. Trotz dieser Rückschläge führten sie nach dem ersten Viertel mit 25:22.

Ulm dreht das Spiel

Der zweite Abschnitt begann für Ulm mit einem echten Feuerwerk – ein 13:3-Lauf brachte die Mannschaft mit 35:28 in Führung. Jaylen Sims war in dieser Phase der unangefochtene Star, der binnen weniger Minuten drei Dreier netzte und damit elf Punkte erzielte. Kurz vor der Halbzeit erhöhte Lenny Liedtke per Schnellangriff auf 48:38, und zur Pause führte Ulm mit 50:42. Man fragte sich, ob die Ulmer Spieler jetzt einen Zaubertrank getrunken hatten, denn sie spielten wie ausgewechselt.

Dennoch war das Spiel von hektischen Aktionen geprägt. Panevezys sicherte sich in der ersten Halbzeit insgesamt neun Offensiv-Rebounds, was Ulm das Leben schwer machte. Doch die Ulmer Verteidigung hielt stand und ließ den Gegner bei nur 68 Punkten. Im dritten Viertel setzte sich Ulm mit einem weiteren Dreier von Atamna und einem Korbleger von Michael Rataj auf 62:47 ab. Vor dem letzten Abschnitt stand es bereits 67:51 für Ulm.

Der letzte Abschnitt

Im Schlussviertel wurde es dann etwas ruhiger. Panevezys kam nicht mehr richtig in Schwung und erzielte nur noch wenige Punkte. Ulm brachte den Vorsprung sicher ins Ziel, und alle zwölf eingesetzten Spieler konnten sich in die Punkteliste eintragen. Eine bemerkenswerte Teamleistung, die zeigt, dass jeder seinen Teil zum Erfolg beiträgt. Die Punktverteilung war dabei recht ausgeglichen: Sims mit 13, Rataj und Atamna jeweils mit 12 Punkten – eine wahre Teamarbeit!

Jetzt kann sich die Mannschaft auf das nächste Bundesliga-Spiel am kommenden Samstag zu Hause gegen Oldenburg freuen. Es bleibt abzuwarten, ob der Schwung des Eurocup-Siegs mitgenommen werden kann. Ein bisschen wie das Aufladen der Batterien nach einem langen Tag – die Ulmer Fans können sich auf ein spannendes Duell freuen!