Im Edwin Scharff Museum in Neu-Ulm schwingt die Kunst des Tanzes nun umso stärker ins Rampenlicht. Bis zum 22. Juni 2025 gibt es dort die Ausstellung „Jeder Mensch ist ein Tänzer“ zu sehen, die einen spannenden Blick auf die künstlerische Neuinterpretation des Tanzes zu Beginn des 20. Jahrhunderts bietet. Diese Kunstausstellung zeigt nicht nur, wie der Tanz von einem Stilelement zum künstlerischen Ausdruck wurde, sondern feiert auch die Vielfalt menschlicher Bewegung und Ausdrucksformen.

Ein besonderes Augenmerk der Ausstellung liegt auf der Rolle der Frauen in dieser Bewegung. Frauen wie Loïe Fuller und Isadora Duncan haben dem modernen Tanz mit ihren einzigartigen Choreografien und Auftritten einen neuen Stellenwert gegeben. Ihre Rückkehr zur Natürlichkeit und ihre Fähigkeit, emotionalen Ausdruck in Bewegung zu verwandeln, waren wegweisend. Auch die Inspiration durch außereuropäische Kulturen, wie sie bei Ruth St. Denis und Gertrud Leistikow sichtbar wird, hatte einen entscheidenden Einfluss auf diesen Wandel. Das Museum widmet sich diesen Facetten mit über 140 Exponaten, die die Entwicklung des Tanzes von 1892 bis 1914 festhalten.

Ein buntes Finissage-Programm

Die Finissage am 22. Juni wird zu einem Fest des kreativen Austauschs. Ab 14 Uhr startet der letzte literarische Rundgang mit Nadine Ehrenreich, gefolgt von einer kunsthistorischen Führung durch Dr. Martin Miersch um 16 Uhr. Live-Musik im Museumshof sorgt für eine gelungene Atmosphäre, in der sich die Besucher bei souligen Klängen über die Ausstellung austauschen können. Ab 18 Uhr sind auch Häppchen verfügbar, gesponsert vom Freundeskreis des Museums, und Getränke werden im Museumscafé verkauft. Zudem gibt es freien Eintritt zum Museum ab 14 Uhr, was die Gelegenheit für viele bietet, die Ausstellung nochmals zu erleben.

Für die Mitmach-Ausstellung „was DU alles kannst“ ist allerdings eine Reservierung erforderlich, was zeigt, dass das Museum bestrebt ist, Besucher aktiv in die Gestaltung des Erlebnisses einzubeziehen. Während das Kunstmuseum ab dem 23. Juni aufgrund notwendiger Sanierungsarbeiten geschlossen bleibt, bleibt das Kindermuseum bis 18 Uhr geöffnet, sodass auch die kleinen Gäste auf ihre Kosten kommen.

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Ein Blick in die Zukunft

Die Schließung des Kunstmuseums wird aber nur vorübergehend sein, denn ab dem 6. Dezember 2025 wird der zweite Teil der Doppelschau „Tanz wird Kunst“ eröffnet. Darin werden die Werke des Künstlers Edwin Scharff erneut zur Schau gestellt. Inzwischen wird ein umfangreicher Katalog zur Ausstellung im Museumsshop erhältlich sein. Auch Workshops und Führungen sind in Planung, was das Engagement des Museums für die Künste weiter unterstreicht.

Die Kultur des Tanzes ist tief verwurzelt in der menschlichen Zivilisation, wie etwa die Anfänge im alten Ägypten oder in der griechischen Antike zeigen. Dort war der Tanz nicht nur eine Form der Unterhaltung, sondern auch eine Möglichkeit, mit den Göttern zu kommunizieren und bedeutende Geschichten zu erzählen. Im 20. Jahrhundert hat sich der Tanz in viele moderne Stile weiterentwickelt und gewinnt in der heutigen Zeit durch Kurse und Workshops für alle Niveaus an Popularität. Es zeigt sich, dass Tanz nicht nur Kunst ist, sondern ein lebendiger Teil unserer Kultur bleibt, der in Neu-Ulm eindrucksvoll erlebbar wird.

Die Ausstellung wird noch bis zum 22. Juni 2025 im Edwin Scharff Museum gefeiert – ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall! Für weitere Informationen zu den Veranstaltungen und zur Ausstellung selbst besuchen Sie die Seite der Edwin Scharff Museum oder lesen Sie die ausführliche Berichterstattung auf Augsburger Allgemeine. Wer noch mehr über die Geschichte und Entwicklung des Tanzes erfahren möchte, findet spannende Informationen auf Superprof.

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