Heute ist der 22.05.2026 und in Neu-Ulm gibt es Neuigkeiten, die das Herz eines jeden Kindes höher schlagen lassen! Der Außenbereich des Kinderhauses Donaukinder wurde umfassend neugestaltet – eine wahre Spieloase für die Kleinen. Die Stadt hat hier ganze Arbeit geleistet. Neue Spielbereiche für jüngere und ältere Kinder sind entstanden, die zum Toben, Spielen und Entdecken einladen. Wer könnte da widerstehen?

Besonders im Ü3-Bereich hat sich einiges getan. Die Angebote wurden nicht nur erweitert, sondern auch modernisiert. Die Bobbycar-Bahn hat nun mehr Platz, der Sandkasten ist größer geworden und ein neuer Matschbereich sorgt dafür, dass die kleinen Entdecker auch mal richtig schmutzig werden können. Sonnensegel, die großzügigen Schatten spenden, machen das Spielen auch an heißen Tagen angenehm. Kinder, die gerne auf Entdeckungsreise gehen, werden besonders das Herzstück der neuen Spielfläche lieben: ein beeindruckendes, rund zwölf Meter langes Spielschiff aus Robinienholz. Kletterelemente, eine Schiffskajüte und ein Steuerrad – hier dürfen die Kleinen ihrer Fantasie freien Lauf lassen! Das Schiff orientiert sich an der historischen „Ulmer Schachtel“. Ein echtes Stück Geschichte, das spielerisch erlebt werden kann.

Ein Stück Ulmer Geschichte

Doch was ist eigentlich die Ulmer Schachtel? Ursprünglich ein Einweg-Bootstyp, wurde sie seit dem Mittelalter auf der Donau für Waren-, Passagier- und sogar Truppenbeförderung genutzt. Diese Zillen, wie sie genannt werden, sind im Donauraum weit verbreitet. Interessanterweise stammt der Name „Ulmer Schachtel“ aus dem 19. Jahrhundert und bezieht sich auf die in Ulm gebauten Zillen, die oft ein schwarz-weißes Streifenmuster trugen. Komischerweise wurden sie aufgrund ihrer einfachen Konstruktion verspottet – praktisch waren sie dennoch, vor allem für einmalige Fahrten flussabwärts. Viele dieser Schachteln fanden nach ihrer Nutzung als Nutzholz oder zur lokalen Weiterverwendung ein zweites Leben.

Im 18. Jahrhundert wurden Schiffsbaumeister aus dem bayerischen Donaugebiet angeworben, um den Holzbedarf für die Flöße zu decken. Ulmer Schachteln wurden aus Nadelhölzern wie Lärche und Fichte gebaut und waren bis zu 30 Meter lang. Ihre praktischen Anwendungen reichen bis heute: Sie werden immer noch als Arbeits- und Freizeitboote genutzt, insbesondere für Hochwasser-Rettungseinsätze. Darüber hinaus erfreuen sie sich bei traditionellen Wasserumzügen großer Beliebtheit, wie beim jährlichen Nabada in Ulm, wo sie zum Einsatz kommen. Wer hätte gedacht, dass ein Spielschiff im Kinderhaus Donaukinder so viel Geschichte in sich trägt?

Ein Platz für alle

Die Neugestaltung des Außenbereichs im Kinderhaus Donaukinder ist nicht nur ein Gewinn für die Kinder, sondern auch für die gesamte Gemeinschaft. Die neuen Bereiche fördern Bewegung und gemeinsames Entdecken. Das Außengelände wurde zudem durch neue Drainagemaßnahmen verbessert, sodass die Flächen nach Regenfällen schneller wieder genutzt werden können. Der U3-Bereich wurde ebenfalls erweitert und neu strukturiert, mit einem zusätzlichen Sandspielbereich, der Sonnenschutz für die jüngsten Kinder bietet. Hier wird das Spielen zum Erlebnis für alle Altersgruppen.

Insgesamt ist die Neugestaltung ein echter Gewinn für die Stadt Neu-Ulm und zeigt, wie wichtig es ist, Räume zu schaffen, in denen Kinder spielen, lernen und wachsen können. Ein Ort, an dem die Geschichte lebendig wird und die Fantasie der Kinder beflügelt! Wer kann da noch widerstehen?