Heute ist der 23.05.2026 und die Basketball-Szene in Neu-Ulm ist nach dem bitteren Ausscheiden von Ratiopharm Ulm aus der deutschen Basketball-Meisterschaft ziemlich angespannt. Im entscheidenden Spiel gegen Bamberg, das in der heimischen Ratiopharm-Arena stattfand, mussten sich die Ulmer mit 87:96 geschlagen geben. Ein herber Rückschlag, der nicht nur die Spieler, sondern auch die treuen Fans mit einem schweren Herzen zurücklässt.

Die Partie begann vielversprechend. Ulm legte gleich gut los und führte dreieinhalb Minuten vor Ende des ersten Viertels dank eines Freiwurfs von Mark Smith mit 16:15. Am Ende des ersten Spielabschnitts war die Stimmung noch gut, schließlich stand es 28:27 für Ulm. Die Trefferquoten waren beeindruckend: Ulm mit fast 70% – da konnte man auf einen spannenden Abend hoffen! Doch wie das so oft im Sport ist, kam das zweite Viertel und die Dinge änderten sich. Bamberg kam zurück und zur Halbzeit stand es 47:47 – ein echter Krimi!

Kämpferischer Spirit und knappe Entscheidungen

Im dritten Viertel wurde es dann richtig spannend. EJ Onu von Bamberg musste sich wegen seiner Foulprobleme zurückziehen, gefolgt von Richard Balint, der ebenfalls mit einem vierten Foul auf der Bank Platz nehmen musste. Trotz dieser Rückschläge für Bamberg zogen sie mit einem 10:2-Lauf auf 57:49 davon. Cobe Williams erhöhte den Vorsprung gar auf 62:51. Am Ende des dritten Viertels war die Stimmung gedämpft, die Ulmer Zuschauer sahen ein 66:79 auf der Anzeigetafel und die Trefferquote von Ulm fiel auf fast 50% – das war nicht der Verlauf, den man sich erhofft hatte.

Das letzte Viertel verlief dann für Ulm alles andere als erfreulich. Bamberg ließ nichts anbrennen, selbst ein Alley-oop von Austin Crowley auf Demarcus Demonia sorgte für zusätzliche Ernüchterung – 88:74! Die besten Werfer für Ulm waren Mark Smith mit 21 Punkten, Christian Sengfelder mit 18 und Chris Ledlum mit 12 Punkten. Doch das reichte am Ende nicht, um die Wende herbeizuführen.

Ein Blick nach vorne

Doch nicht alles war trist. Tyron McCoy, der Assistenztrainer von Ulm, verlängerte seinen Vertrag um zwei Jahre. Das gibt den Fans und der Mannschaft hoffentlich neuen Mut für die kommende Saison. Immerhin gibt es immer auch einen nächsten Schritt, eine neue Chance. Die Atmosphäre in der Ratiopharm-Arena war zwar nach dem Spiel gedrückt, aber die Leidenschaft der Fans bleibt ungebrochen. Basketball ist schließlich mehr als nur ein Spiel – es ist eine Gemeinschaft.

Die Saison mag für Ulm vorbei sein, doch der Blick richtet sich bereits auf die Zukunft. Wer weiß, vielleicht kommt die nächste Überraschung schneller als gedacht. Immerhin ist die Basketball-Szene in Deutschland ständig im Wandel, und Neu-Ulm hat das Potenzial, wieder ganz oben mitzuspielen – mit frischem Wind und einem starken Teamgeist. Auf die nächsten Spiele!