Nabada unter Wolken: Feucht-fröhliches Fest oder Risiko für die Gesundheit?
Heute ist der 18.07.2026 und in Neu-Ulm, wo die Donau sanft vor sich hin plätschert, bereiten sich die Menschen auf einen der buntesten Tage des Jahres vor: den Schwörmontag. Ein Ereignis, das in Ulm ohne das legendäre Nabada einfach unvorstellbar wäre! Aber halt – dieses Jahr gibt es eine kleine aber feine Warnung vom Gesundheitsamt. Starkregen könnte die Wasserqualität der Donau beeinträchtigen, und das könnte so einiges durcheinanderbringen.
Wie der Gewässerbiologe Joachim Fürst erläutert, ist die Mischkanalisation in der Region ein bekanntes Problem. Bei heftigen Regenfällen kann die Kläranlage schnell überlastet werden. Das Resultat? Ungereinigtes Wasser, das in die Donau fließt. Und das ist nicht ohne – Fäkalkeime, Enterokokken und coliforme Keime können dann im Wasser schwimmen. Das Gesundheitsamt rät daher eindringlich, das Donauwasser besser nicht zu schlucken. Schließlich möchte niemand mit einer Magen-Darm-Erkrankung nach dem feucht-fröhlichen Treiben dastehen!
Ein Fest mit bunten Themenbooten
Das Nabada, das jährlich am Ulmer Stadtfeiertag gefeiert wird, ist ein wahres Spektakel. Tausende von Menschen strömen in die Stadt, um sich auf Gummitieren, Schlauchbooten und Luftmatratzen ins kühle Nass zu begeben. Es gibt 14 Themenboote, die aktuelle lokale, bundes- und weltpolitische Themen auf kreative Art und Weise darstellen. Es ist ein Fest der Farben, der Freude und des Miteinanders. Die Vorfreude ist förmlich in der Luft zu spüren!
Am 20. Juli ab 16 Uhr wird das Nabada übrigens auch live gestreamt. Wer nicht vor Ort sein kann, hat so die Möglichkeit, das bunte Treiben von zu Hause aus zu verfolgen. Aber trotz aller Vorfreude ist Vorsicht angesagt: Nach dem Nabada 2024 wurden vermehrt Magen-Darm-Erkrankungen registriert, und das oft in Zusammenhang mit Regen. Die Wasserqualität kann sich schnell ändern – besonders nach einem Gewitter oder starkem Regen. Manchmal hat so ein Schauer einfach unerwartete Auswirkungen.
Ein Risiko, das man nicht unterschätzen sollte
Die Donau gilt nicht als offizielles Badegewässer und wird nicht regelmäßig nach EU-Richtlinien untersucht. Das heißt, die Wasserqualität kann schwanken und ist oft unberechenbar. Gerade nach Starkregen kann es zu einem Anstieg mikrobiologischer Belastungen kommen, auch wenn der Wasserpegel niedrig ist. Ein bisschen eine Lotterie, wenn man so will! Die Teilnahme am Nabada und das Baden in der Donau geschieht also auf eigene Gefahr.
Doch trotz der Warnungen bleibt die Begeisterung ungebrochen. Der Schwörmontag und das Nabada sind tief in der Ulmer Kultur verwurzelt. Einmal im Jahr wird die Donau zum Schauplatz für unzählige fröhliche Gesichter, Lachen und unvergessliche Erinnerungen. Und während das Wasser vielleicht nicht das reinste ist, ist es doch der Ort, an dem Gemeinschaft und Freude groß geschrieben werden.
Wer also den Mut hat, sich auf die Gummitiere zu schwingen, dem steht ein unvergessliches Erlebnis bevor – aber vielleicht mit einem kleinen Schluck Wasser im Mund, den man besser ausspuckt! Das ist dann wohl der Preis für den Spaß. Und wer weiß, vielleicht wartet ja auch der ein oder andere Regenbogen nach dem Regen auf uns!
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