Heute ist der 8.05.2026 und wir schauen mal wieder in die Welt der Abfallwirtschaft im Landkreis Neu-Ulm. Ende Mai 2023 hat der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) die ersten Bescheide für die Müllgebühren 2026 verschickt. Das Ganze kommt mit einer kleinen Überraschung: Die Berechnung der Kosten wird geändert, was für viele Haushalte zu höheren Gebühren führen könnte. Wer kein Lastschriftmandat hat, muss seine Rechnungen innerhalb von vier Wochen begleichen – das kann schon mal Stress verursachen!
Seit dem 1. Januar 2023 ist der AWB für die Entsorgung in elf Kommunen zuständig. Das hat nicht nur die Arbeit des AWB verändert, sondern auch die Mülltonnen der Haushalte – die meisten neuen Tonnen wurden bis Ende Januar geliefert. Vor Ostern 2023 war der Austausch dann endlich abgeschlossen, nachdem ein paar Lieferprobleme aufgetreten waren. Aktuell gibt es zwar noch einige Nachbestellungen für Mülltonnenschlösser oder Filterdeckel für Biotonnen, aber die werden in der Regel innerhalb von etwa zehn Tagen geliefert. Das nenne ich mal Effizienz!
Änderungen und Einsparungen
Und jetzt wird’s spannend, denn der Werkausschuss des Neu-Ulmer Kreistags hat am 25. Juni 2025 einige Änderungen der Abfallgebührensatzung beschlossen. Ab dem 1. Januar 2026 gelten die neuen Gebühren, die durch die Reduzierung des Kalkulationszeitraums von drei auf zwei Jahre günstiger werden. Das klingt doch schon mal gut! Und die Überdeckung von etwa 12 Millionen Euro, die durch hohe Stromerlöse des Müllheizkraftwerks entstanden ist, wird nun über zwei Jahre zurückerstattet – vorher waren es drei Jahre.
Ein weiterer Punkt, der viele freuen dürfte: Die Zahl der Mindestleerungen wird von zwölf auf acht pro Jahr gesenkt. So bleibt mehr Geld für andere Dinge im Geldbeutel. Nur die Umwandlung des Wertstoffhofs in Illertissen zu einem zweiten Entsorgungszentrum wird vorerst gestrichen. Die Öffnungszeiten des Wertstoffhofs bleiben jedoch unverändert und das ist ja auch wichtig!
Information und Kommunikation
Doch der AWB ruht sich nicht auf seinen Lorbeeren aus. Durch die „Umweltzeitung“ und die Aktivität in sozialen Netzwerken wird die Bevölkerung ständig über Abfall und Entsorgung informiert. Sprecher Matthias Nowak hat sogar eine Video-Serie gestartet, die Fragen zur Mülltrennung beantwortet. Das Abfall-ABC auf der Internetseite des AWB ist ein weiteres hilfreiches Tool. Und wie könnte es anders sein – der AWB ist auch auf Facebook, Instagram und einem WhatsApp-Kanal aktiv! Die Inhalte umfassen Einblicke ins Müllheizkraftwerk, laufende Projekte und natürlich Tipps zur Mülltrennung.
Die Bürger sind gefordert, denn Grundstückseigentümer der betroffenen Gemeinden werden Mitte bis Ende Juli angeschrieben und gebeten, die Bedarfsabfrage schnellstmöglich auszufüllen und zurückzusenden. Landrätin Eva Treu ist mit den Beschlüssen zufrieden und hebt die Flexibilität des kürzeren Kalkulationszeitraums hervor. Ein Blick in die Zukunft zeigt, dass ab 2026 die abfallwirtschaftlichen Aufgaben von zehn Kommunen wieder auf den Landkreis Neu-Ulm zurückübertragen werden.
Die meisten Bürgermeister der betroffenen Kommunen unterstützen diesen Wechsel zur zweijährigen Kalkulationsperiode, und es wird sogar zwei Bürgerinformationsveranstaltungen am 27. und 28. Juni 2025 geben. Es bleibt also spannend, wie sich die Abfallwirtschaft in Neu-Ulm entwickeln wird – nicht nur für die Bürger, sondern auch für die Verantwortlichen, die ständig neue Wege finden müssen, um die Abfallentsorgung effizient und kostengünstig zu gestalten.