Am Samstagabend kam es in Neu-Ulm zu einem schockierenden Verkehrsunfall, der die Anwohner und die Einsatzkräfte gleichermaßen erschütterte. Gegen 20 Uhr war ein Kleinwagen auf der Lessingstraße stadtauswärts unterwegs, als das Unglück seinen Lauf nahm. Der Fahrer, ein 37-jähriger Mann, war mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs und überholte mehrere Autos. In einem dramatischen Moment prallte das Fahrzeug am Kreisverkehr zur Kammer-Krummen-Straße gegen eine Verkehrsinsel. Der Aufprall war so heftig, dass der Kleinwagen abhob, ein Verkehrszeichen riss und das Fahrzeug mehrere Meter durch die Luft flog. Unglaublich, aber wahr – es landete schließlich mit dem Dach nach unten auf der Gegenfahrbahn, wobei das rechte Hinterrad abgerissen wurde. Der Schaden am Fahrzeug war total, und es war klar, dass hier etwas Schreckliches geschehen war.
Die Feuerwehr Neu-Ulm rückte umgehend mit mehreren Fahrzeugen aus, um die Unfallstelle abzusichern und Brandschutz zu gewährleisten. Zwei Rettungswagen und ein Notarzt waren ebenfalls schnell vor Ort, um sich um die verletzten Insassen zu kümmern. Während die ersten Helfer eintrafen, stellte sich heraus, dass zwei der drei Fahrzeuginsassen verletzt waren, während eine Person flüchtig war. Die beiden Mitfahrer wurden schnell gefunden und ins Krankenhaus gebracht. Über den Verbleib der dritten Person, die namentlich ermittelt werden konnte, ist bislang nichts bekannt. Alle drei Insassen hatten das Weite gesucht, was die Polizei zu einer großangelegten Fahndung veranlasste. Die Lessingstraße musste für die Bergungsarbeiten rund zwei Stunden komplett gesperrt werden, und auch der Zugverkehr wurde aufgrund der laufenden Fahndungsmaßnahmen verlangsamt. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern an.
Ein weiterer tragischer Vorfall in der Region
Doch die traurigen Nachrichten aus der Region reißen nicht ab. In der Nacht von Freitag auf Samstag ereignete sich ein weiterer schwerer Unfall auf der Talfinger Uferstraße in Ulm. Um 23 Uhr kam es dort zu einem Frontalunfall, bei dem drei Personen starben. Ein 21-jähriger Mann, der mit einem Mercedes unterwegs war, geriet auf die Gegenspur und kollidierte mit einem entgegenkommenden Auto, in dem sich drei Personen befanden. Die Kollision war so heftig, dass beide Fahrzeuge von der Straße geschleudert wurden. Die Fahrerin des entgegenkommenden Wagens, eine 81-Jährige, und ihr Beifahrer, eine 77-Jährige, starben noch am Unfallort. Eine weitere Insassin wurde zunächst reanimiert, verstarb jedoch später im Krankenhaus. Ein dritter Insasse, der in einem der Fahrzeuge saß, überlebte mit schweren Verletzungen. Hier zeigt sich einmal mehr, wie schnell ein Augenblick das Leben von Menschen für immer verändern kann.
In beiden Fällen hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen, um die genauen Umstände der Unfälle zu klären. Ein Sachverständiger für Unfallanalytik unterstützt die Ermittlungen in Ulm, während in Neu-Ulm die Frage nach dem Grund der hohen Geschwindigkeit des Fahrers aufkommt. Es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen für diese tragischen Vorfälle zur Rechenschaft gezogen werden und dass solche Unglücke in Zukunft vermieden werden können. Die Region steht unter Schock und die Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien.