Donaufest 2026: Ein Fest der Kulturen und Kunsthandwerke in Neu-Ulm
Heute, am 7. Juli 2026, strömen die Menschen nach Neu-Ulm, um das bunte Treiben des Donaufestes zu erleben. Mit 44 Ständen, die das Kunsthandwerk der Anrainerländer präsentieren, ist für jeden etwas dabei. Von handgemachten Ledertaschen bis zu traditionellem Glas- und Keramikschmuck – hier wird das Herz jedes Kunstliebhabers höher schlagen. Einzigartig ist die Vielfalt, die es ermöglicht, die Kultur verschiedener Nationen hautnah zu erleben. Und ganz nebenbei – Kunsthandwerk hat seinen Preis und gilt als Luxusgut, was nicht jedem Käufer in die Tasche passt.
Ein besonderer Aussteller ist Ruth Reisenhofer aus Österreich, die mit ihren Ledertaschen und Behältnissen aus alten Fahrradschläuchen aufwartet. Sie sagt, dass die Konkurrenz aus Osteuropa viele Handwerker in den Schatten stellt, was verständlich ist, wenn man die Preise betrachtet. Ruth selbst macht das Ganze nur im Urlaub, denn von Verkäufen allein kann sie nicht leben. Auch Frauke Kazda, die Marktleiterin, sieht die Lage kritisch: Österreich ist unterrepräsentiert. Ein klarer Hinweis, dass die heimischen Kunsthandwerker mehr Mut brauchen, um sich gegen die osteuropäische Konkurrenz zu behaupten.
Petrykiwka-Malerei als kulturelles Highlight
Ein echtes Highlight ist die Premiere von Ludmila Girlovan aus der Republik Moldau, die mit ihrem exquisiten Glasschmuck die Besucher verzaubert. Die Anreise hat sie sich nicht einfach gemacht – zwei Tage hat sie dafür gebraucht! Doch die Mühe hat sich gelohnt. Auch Yuliia Hrushko aus der Ukraine bringt ein Stück ihrer Heimat mit: die Petrykiwka-Malerei, die von der UNESCO als immaterielles Kulturgut anerkannt ist. Kinder können sogar an Workshops teilnehmen, um das Handwerk selbst auszuprobieren – eine wunderbare Möglichkeit, Traditionen lebendig zu halten und weiterzugeben.
Marek Catlos, der einzige Aussteller aus der Slowakei, bietet handgemachte Keramik an, die die Besucher mit ihrer Schlichtheit und Eleganz begeistert. Diese Vielfalt ist es, die Sebastian Rihm, der Direktor des Donaufestes, so stolz macht. Er hebt hervor, wie wichtig es ist, nicht nur den Konsum zu fördern, sondern auch die kulturellen Verbindungen zwischen den Donau-Anrainerländern zu stärken. Das Donaufest ist mehr als nur ein Markt – es ist ein Fest der Kulturen, das Menschen zusammenbringt.
Kulturelle Projekte im Fokus
Wie spannend es ist, die unterschiedlichen Traditionen und Kunstformen zu entdecken, wird bei jedem Stand deutlich. Hier wird nicht nur verkauft, sondern auch erzählt, gelehrt und gelebt. Das Donaufest bietet eine Plattform für Künstler und Handwerker, ihre Werke zu präsentieren und ihre Geschichten zu teilen. Ein echter Genuss, wenn man durch die Stände schlendert! Und während man den Duft von frisch zubereiteten Speisen einatmet, kann man sich kaum dem Charme dieser Veranstaltung entziehen. Es ist wie ein kleiner Urlaub in den verschiedenen Ländern, die die Donau miteinander verbindet.
Für alle, die mehr über das Donaufest und seine vielfältigen Angebote erfahren möchten, gibt es auf der offiziellen Webseite der Stadt Ulm weitere Informationen. Das Fest ist also nicht nur ein Markttreiben, sondern ein lebendiges Zeugnis der kulturellen Vielfalt und der Gemeinschaft entlang der Donau. Hier wird Geschichte lebendig!
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