Heute ist der 27.04.2026, und während die Münchener in den letzten Jahren mit starren Mieten und explodierenden Immobilienpreisen zu kämpfen hatten, bleibt die Stadt ein Magnet für Käufer und Investoren. Aktuell wird eine 30-Quadratmeter-Wohnung am Johannisplatz in Haidhausen von Legat Living für stolze 945.000 Euro angeboten. Ein Preis, der selbst eingefleischte Münchener ins Staunen versetzt.

Die Wohnung, ausgestattet mit gehobenen Features wie Eichendielenparkett, Fußbodenheizung und einer Luxusbadausstattung von Dornbracht, wird im Sommer 2026 bezugsfertig sein. Käufer müssen, inklusive aller Nebenkosten für Steuern, Notar und Grundbuch, fast eine Million Euro einkalkulieren. Der Quadratmeterpreis von rund 33.000 Euro ist nicht nur für die Innenstadt, sondern für eine 30-Quadratmeter-Wohnung schlichtweg exorbitant.

Preisentwicklung auf dem Wohnungsmarkt

Die aktuelle Marktsituation zeigt sich auch in den allgemeinen Wohnungspreisen in München, die laut aktuellen Zahlen bei 9.462 Euro pro Quadratmeter liegen. Der Preistrend ist jedoch nicht einheitlich. Während die Preise für 1-Zimmer-Wohnungen zuletzt leicht angestiegen sind, haben 3-Zimmer- und 4-Zimmer-Wohnungen einen Rückgang erfahren. Die Veränderung in den letzten Wochen zeigt, dass die Preise für 3-Zimmer-Wohnungen um etwa 2,23 % gesunken sind.

Ein Blick auf die Quadratmeterpreise für verschiedene Wohnungstypen offenbart, dass 1-Zimmer-Wohnungen derzeit bei etwa 9.624 Euro liegen, während 2-Zimmer-Wohnungen bei rund 9.552 Euro zu finden sind. Die Preisschwankungen sind dabei nicht zu übersehen; so haben 5+ Zimmerwohnungen einen Rückgang von 4,86 % erlebt, mit einem Durchschnittspreis von etwa 9.716 Euro.

Marktanalyse und Ausblick

Rudolf Stürzer vom Haus- und Grundbesitzerverein München erklärt, dass die hohen Preise vor allem durch die stark gestiegenen Grundstückspreise und Baukosten, die seit der Corona-Pandemie um 30-40 % zugenommen haben, bedingt sind. Neubauwohnungen in zentraler Lage sind im Schnitt mit rund 20.000 Euro pro Quadratmeter beziffert, was das Wohnen in der Stadt für viele unerschwinglich macht.

Die 30-Quadratmeter-Wohnung eignet sich laut Stürzer nicht als Renditeobjekt, da die Mieten zu hoch wären, um eine vernünftige Gegenfinanzierung zu ermöglichen. Somit bleibt abzuwarten, wie sich der Markt weiter entwickelt und ob die Preise stabil bleiben oder weiter steigen werden.

Die Situation auf dem Münchener Immobilienmarkt ist ein Spiegelbild der hiesigen Nachfrage und der Herausforderungen, vor denen potenzielle Käufer stehen. Während einige hoffen, dass sich die Preise stabilisieren, müssen viele sich mit der Realität auseinandersetzen, dass das Wohnen in München in der heutigen Zeit ein teures Vergnügen bleibt.