Erdbeben der Möglichkeiten: Gröbenzell als Vorreiter der Geothermie-Revolution
Die Vorbereitungen für ein aufregendes Projekt in der Region München stehen vor der Tür! Im September 2026 werden Vibro-Trucks durch die Gemeinde Gröbenzell fahren, um den Untergrund zu untersuchen. Diese Maßnahme ist ein Teil der Seismik-Kampagne GIGA-M, die darauf abzielt, das geothermische Potenzial für die Wärmeversorgung zu erfassen und auszubauen. Bereits im August 2026 beginnen die ersten vorbereitenden Schritte – man kann sich also auf einiges gefasst machen!
Vom 4. bis 28. September 2026 wird es spannend, denn in diesem Zeitraum finden die 3D-Seismik-Messungen statt. Ziel ist es, wertvolle Daten über die geologischen Strukturen zu gewinnen, um die Nutzung von Tiefer Geothermie voranzutreiben. Der Großraum München bietet optimale geologische Voraussetzungen dafür. In der Region gibt es mehr als 60 Gemeinden, die an diesem Forschungsprojekt beteiligt sind, darunter auch Weßling, Krailing und Gauting.
Ein Blick hinter die Kulissen
Das Projekt GIGA-M wird von der Technischen Universität München (TUM) koordiniert und erhält Unterstützung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Was genau passiert da mit den Vibro-Trucks? Man schickt seismische Wellen in den Untergrund, die dann zurückkommen und von Geophonen an der Erdoberfläche aufgezeichnet werden. So können Rückschlüsse auf die geologischen Strukturen gezogen werden. Das klingt fast wie etwas aus einem Science-Fiction-Film, oder? Nach der Auswertung dieser Daten wird ein dreidimensionales Modell der wasserführenden Schichten erstellt. Die erhofften Temperaturen liegen zwischen 90 und 150 Grad Celsius – das könnte eine echte Wärmewende für die Region einläuten!
Aktuell sind in der Region etwa 400 Megawatt geothermisch erschlossen, aber das Ziel ist ein echter Kraftakt: eine Erhöhung auf ein Gigawatt. Da kommt es auf die Unterstützung der Kommunen an. Eine Zustimmung ist entscheidend, und auch die Schürfrecht-Inhaber müssen einverstanden sein. In Gauting sind das die Asto Park Gauting Entwicklungsgesellschaft mbH und die Heizwerk Management GmbH. Man merkt schon, wie viel Planung und Zusammenarbeit hier notwendig ist. Die Stadtwerke München (SWM) setzen auf Öffentlichkeitsbeteiligung und haben bereits Bürgerevents zwischen dem 10. und 25. Juli 2026 an acht Standorten in der Region geplant, um die Bevölkerung über das Projekt zu informieren.
Investitionen und Herausforderungen
Trotz der vielversprechenden Perspektiven gibt es auch Herausforderungen. Die hohen Anfangsinvestitionen sind für viele Kommunen eine Hürde. Doch die SWM ist optimistisch: Wenn der Wärmeverkauf ausreichend steigt, können die Kosten für Bohrungen und den Netzausbau gesenkt werden. Das ist ein kluger Schachzug – und zeigt, wie wichtig eine nachhaltige Wärmeversorgung für die Zukunft ist.
Bevor das Projekt offiziell startet, wird ein Naturschutzgutachten erstellt und Stellungnahmen von verschiedenen Behörden und Kommunen eingeholt. Denn niemand möchte in der heutigen Zeit ohne Rücksicht auf die Umwelt handeln. Geplante 3D-Seismik-Messungen und die damit verbundenen Technologien könnten also nicht nur die Wärmeversorgung revolutionieren, sondern auch einen Beitrag zur regionalen Entwicklung leisten. Und wer weiß – vielleicht wird der Untergrund von Gröbenzell bald zur Quelle für klimaneutrale Energie für viele Haushalte in der Umgebung!
Die Vorfreude auf das GIGA-M-Projekt steigt, und die nächsten Monate werden zeigen, wie die Gemeinde und die umliegenden Städte auf die Herausforderungen reagieren. In jedem Fall ist es ein spannendes Unterfangen, das die Region München näher an eine zukunftsorientierte und nachhaltige Energieversorgung bringen könnte.
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