Dramatische Kollision: TSV 1860 kämpft in zwei Ligen um Punkte!
Am Freitag, den 7. August, stehen die Löwen des TSV 1860 München vor einer kniffligen Situation: In dieser Zeit finden gleich zwei Pflichtspiele gleichzeitig statt, was eine Kollision im Spielbetrieb der beiden Ligen zur Folge hat. Die Mannschaft des TSV 1860 München tritt in der Bayernliga und der Regionalliga mit demselben 30-köpfigen Kader an. Dies könnte zu Chaos auf dem Platz führen, doch die Verantwortlichen scheinen die Situation im Griff zu haben. Am Freitagabend, dem 21. Juli, konnten die Löwen im Stadion an der Grünwaldstraße einen eindrucksvollen 5:1-Sieg gegen den TuS Geretsried feiern. Bei rund 300 Zuschauern glänzten fünf verschiedene Torschützen, die das neue, weiße Trikot des Teams sportlich belebten.
Die Aufbruchstimmung ist spürbar. Dank einer Insolvenzgeldregelung bleibt der Betrieb bis Ende August gesichert. Alper Kayabunar, der U21-Coach, leitet das Team und hat große Pläne für die kommende Saison, während die provisorischen Bedingungen sowohl bei Kader als auch Trainerteam offensichtlich werden. Am Dienstag, den 1. August, steht bereits das Totopokalspiel gegen Eintracht Berglern auf dem Programm. Die Aufstellung gegen Geretsried umfasste Spieler wie Bachmann im Tor, Bell, Faßmann und Husic, um nur einige zu nennen.
Ungewissheit im Kader
Wie die Süddeutsche berichtet, sorgt die aktuelle Insolvenz des Vereins weiterhin für Verwirrung im Kader. Während Geschäftsführer Manfred Paula Überlegungen zur Zukunft der Spieler anstellt, haben auch einige bekannte Namen, darunter Florian Niederlechner, Interesse an einem Verbleib bekundet. Für viele Drittliga-Profis gibt es noch keine Verträge für die Regionalliga, was zu Ungewissheit und Überlegungen zu Kündigungsoptionen führt.
Am 26. Januar 2022 wurde das Insolvenzverfahren beantragt, und kurze Zeit später wurde Ex-Nationalspieler Kevin Volland als positive Stimme in der Kommunikation des Vereins erwähnt. Max Liebig, der vorläufige Insolvenzverwalter, wird in den kommenden Tagen Details mit Paula klären, um die Zukunft des Kaders zu besprechen. In der Zwischenzeit hat der Torwarttrainer René Vollath, der sich bereits mit Insolvenzen auseinandersetzen musste, seinen Optimismus über die Arbeit von Liebig geäußert.
Streaming-Situation in der Regionalliga
Ein weiterer Punkt, der die aktuelle Situation des bayerischen Fußballs betrifft, ist die Übertragungsrechtslage. Momentan können die Spiele der Regionalliga Bayern nicht mehr wie gewohnt im Fernsehen verfolgt werden. Der FUPA informiert darüber, dass der Streaminganbieter Sporttotal im März 2023 Insolvenz anmeldete, der Vertrag mit dem Bayerischen Fußball-Verband (BFV) jedoch bis 2027 läuft. Die Übertragungen haben hiermit stark abgenommen, und während einige bayerische Klubs bereits auf das Veo-Kamerasystem umgestiegen sind, bleibt die Frage, wie der Amateurfußball weiterhin für alle zugänglich bleiben kann.
Der BFV hat deutlich gemacht, dass Amateurfußball nicht hinter einer Bezahlschranke verschwinden soll, was die Suche nach passenden Übertragungspartnern erschwert. Bislang überträgt der Bayerische Rundfunk lediglich die Freitagsspiele eines Spieltags. Die Hoffnungen auf umfassende Streaming-Abdeckung wie in anderen deutschen Regionalligen bleiben also bis auf weiteres ungewiss.
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