Die Sorgen um die Geflügelbestände im Landkreis Erding sind groß. Ein neuer Ausbruch der Newcastle-Krankheit hat in einem Betrieb in Buchbach, Landkreis Mühldorf, für Unruhe gesorgt. Betroffen sind drei Ställe mit insgesamt 77.000 Tieren. Diese alarmierende Situation stellt nicht nur die dortigen Landwirte vor Herausforderungen, sondern könnte auch Auswirkungen auf die gesamte Region haben, da die Krankheit möglicherweise bereits die Landkreisgrenze überschritten hat. Die Süddeutsche berichtet, dass erst vor einer Woche ein ähnlicher Ausbruch in Oberbergkirchen, ebenfalls im Landkreis Mühldorf, bestätigt wurde.

Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, wurden um den betroffenen Betrieb Schutzzonen mit einem Mindestradius von 3 km sowie eine Überwachungszone von 10 km eingerichtet. Die Überwachungszone reicht bis in den Landkreis Erding und umfasst Teile des östlichen Landkreises, darunter die Orte Dorfen und Taufkirchen an der Vils. Diese Maßnahmen sind dringend erforderlich, um die Situation unter Kontrolle zu bringen und die Gesundheit der Geflügelbestände zu sichern.

Stallpflicht und Quarantäne

Innerhalb der Überwachungszone gilt eine Stallpflicht für alle Geflügelhalter. Dies ist eine wichtige Maßnahme, um die Tiere vor Ansteckung zu schützen und die Verbreitung der Krankheit zu verhindern. Die aktuellen Quarantäne-Bestimmungen betreffen Teile der Gemeinden Hallbergmoos, Eching, Neufahrn, Marzling sowie das Stadtgebiet Freising. Die Landwirte sind gefordert und müssen jetzt ein gutes Händchen haben, um mit dieser kritischen Lage umzugehen.

Die Newcastle-Krankheit, die für Menschen als ungefährlich gilt, kann in seltenen Fällen jedoch grippeähnliche Symptome und Bindehautentzündungen auslösen. Dies ist jedoch kein Grund zur Panik, da die Geflügelpest vor allem für die Tierbestände bedrohlich ist. Im Jahr 2023 musste die Region bereits rund 130.000 Hühner keulen, davon etwa 100.000 im Landkreis Erding. Ein Ausbruch, der im April 2023 als eingedämmt galt, hat sich nun erneut zugespitzt.Die Berichterstattung auf der Süddeutschen zeigt, wie empfindlich der Geflügelmarkt ist und wie schnell es zu solch kritischen Situationen kommen kann.

Die Landwirte in der Region sind besorgt und erleben in diesen Tagen, wie schnell sich die Lage verändern kann. Was bleibt, ist die Hoffnung, dass die schnell umgesetzten Maßnahmen Wirkung zeigen und die Erkrankung bald unter Kontrolle ist.