Ehrenamt in Mühldorf: Ein Abend voller Herz und Geschichten
Die Stadt Mühldorf am Inn hat am vergangenen Wochenende ihre Bürger für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement geehrt. Eine feierliche Atmosphäre im Restaurant Wintergarten, wo sich die Wände fast von den Geschichten der Geehrten erzählen ließen. Bürgermeisterin Claudia Hungerhuber, die mit einem breiten Lächeln die anwesenden Ehrenamtler, Ehrenbürger und Mitglieder der Stadtspitze begrüßte, schuf einen herzlichen Rahmen für diesen besonderen Anlass. Es war ein Abend, an dem die Wertschätzung für das Gemeinwohl im Mittelpunkt stand.
Acht außergewöhnliche Menschen wurden für ihren unermüdlichen Einsatz ausgezeichnet. Sie haben nicht nur ihr persönliches Engagement unter Beweis gestellt, sondern auch das Leben in der Gemeinschaft bereichert. Es ist einfach beeindruckend, wie viel Herzblut diese Bürger in ihre Projekte stecken. Besonders hervorzuheben ist, dass zwei der Geehrten, Josef Bernhart und Rudolf Pichlmaier, ihre Urkunde und Ehrennadel bereits zum zweiten Mal in Empfang nahmen – ein Zeichen für ihre beständige Hingabe.
Die Ausgezeichneten im Detail
Josef Bernhart, der 30 Jahre als Vorsitzender der Blaskapelle Altmühldorf tätig war, ist ein wahres Vorbild in der Jugendarbeit. Seine Leidenschaft, junge Talente zu fördern, hat nicht nur die Blaskapelle, sondern auch die gesamte Gemeinde geprägt. Und dann gibt es Helmut Lohr, der als erster Vorstand des Wilderer Vereins Mößling über 18 Jahre Brauchtum und Traditionen pflegt. Man kann sich vorstellen, wie viele Geschichten und Erinnerungen in den Veranstaltungen stecken, die er organisiert hat.
Ein weiterer bemerkenswerter Name auf der Liste ist Silvia Zehentmaier, die als Schatzmeisterin und Leiterin der Damenabteilung bei den Schützen Mößling fungiert. Ihre Hingabe für das Schützenwesen ist bewundernswert. Rudolf Pichlmaier, ein langjähriges Mitglied der Königlich privilegierten Feuerschützengesellschaft, hat sich nicht nur der Vereinschronik gewidmet, sondern auch das kulturelle Erbe bewahrt.
Franz Kaltenecker, der mit seinen 86 Jahren immer noch aktiv Bergmessen organisiert und den Schaukasten der Naturfreunde aktuell hält, zeigt, dass Alter keine Grenze für Engagement ist. Gerd Sommerkorn, Mitglied des BRK-Kreisverbands seit 1965, war maßgeblich am Aufbau der Rettungswache beteiligt. Das ist nicht nur ein Job für ihn, sondern eine Herzensangelegenheit. Veronika Mück, die 18 Jahre im Kreisjugendring aktiv war und 12 Jahre den Vorsitz innehatte, hat sich für die Belange von Kindern und Jugendlichen starkgemacht. Und dann ist da noch Maria Fottner, die 15 Jahre als Ausbilderin bei den Maltesern tätig war. Ihre Wertschätzung von Eltern und Kindern spricht Bände über ihren Einfluss.
Ein Abend der Wertschätzung
Jeder der Geehrten erhielt nicht nur eine Ehrennadel und eine Urkunde, sondern auch eine Flasche Wein – eine kleine Geste, die die Feierlichkeit des Abends unterstrich. Die Laudatoren stellten die Geehrten persönlich vor und ließen dabei keinen Zweifel daran, wie wichtig deren Engagement für die Gemeinschaft ist. Es ist eine wunderschöne Tradition, diese Menschen zu ehren, die oft im Stillen wirken und große Einflüsse auf das Leben anderer haben.
Solche Veranstaltungen sind nicht nur eine Möglichkeit, den Bürgern zu danken, sondern sie zeigen auch die Stärke der Gemeinschaft. Mühldorf am Inn, ein Ort, wo sich Menschen für andere einsetzen und die Gesellschaft aktiv mitgestalten. Das ist, wenn man so will, der wahre Geist des Ehrenamts. Und in einer Zeit, wo solche Werte oft in den Hintergrund geraten, sind sie umso wichtiger!
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