In der kleinen Gemeinde Dorfprozelten, im malerischen Landkreis Miltenberg, tut sich etwas Spannendes. Im Januar 2024 hat der Gemeinderat beschlossen, ein Flurneuordnungsverfahren einzuleiten und die Zusammenarbeit mit dem Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) zu suchen. Ursprünglich sollte nur das Mainvorland als Planungsgebiet dienen, doch nun hat man drei Bereiche für die Flurneuordnung festgelegt: das Mainvorland, die Höhbergstraße und die Hanglage östlich von Dorfprozelten. Hier wird einiges bewegt – insgesamt 265 Besitzstände auf einer Fläche von rund 54 Hektar stehen auf der Agenda!

Die Gemeinde selbst ist mit einem Flächenanteil von 32 Prozent der größte Grundstückseigentümer in den betroffenen Gebieten. Das ALE hat eine Vielzahl von Aufgaben zu übernehmen: von der Klärung von Eigentumsverhältnissen über die Regelung und Widmung bestehender Wege bis hin zur Vermessung und Abmarkung der Grundstücke. Spannend ist, dass die Verkäufe über das ALE für die Grundstückseigentümer kostenfrei sind – sowohl zwischen Privatpersonen als auch von privat an die Gemeinde. Neue Wege sollen nicht gebaut werden; vielmehr wird daran gearbeitet, die bestehenden rechtlich zu sichern und offiziell zu widmen. Die Gesamtkosten für dieses Projekt belaufen sich auf rund 25.000 Euro, wobei die Gemeinde einen Eigenanteil von etwa 3.750 Euro trägt. Eine Grundstückseigentümerversammlung ist geplant, um die Betroffenen zu informieren, und der offizielle Verfahrensstart folgt nach dieser Versammlung. Die Gründung einer Teilnehmergemeinschaft ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen.

Wasserversorgung und Infrastruktur im Fokus

Doch nicht nur die Flurneuordnung beschäftigt die Gemeinde. Anwohner in den höher gelegenen Wohngebieten von Dorfprozelten klagen seit Jahren über zu geringen Wasserdruck. In Teilen der Sumpfstraße und Gewerbestraße ist die Löschwasserversorgung nicht ausreichend. Um dem entgegenzuwirken, wird eine Druckerhöhungsanlage im östlichen Bereich der Straßen „An der Bubenklinge“ und „An der Hohl“ gebaut. Ein Technikgebäude soll auf dem Parkplatz am Schützenhaus entstehen, und die neue Anlage wird einen Wasserdruck von rund drei Bar gewährleisten. Der zweite Bauabschnitt umfasst den Ringschluss der Trinkwasserleitung in der Sumpfstraße und Gewerbestraße. Die Bauzeit wird auf etwa acht Wochen geschätzt, die Auftragsvergabe fand bereits im September 2023 statt. Die Gesamtkosten für dieses Vorhaben liegen bei rund 150.000 bis 160.000 Euro.

Auch die Straßenbeleuchtung kommt nicht zu kurz. Bayernwerk hat in der Industriestraße 15 betonierte Peitschenmaste mit Mängeln und überalterte Straßenbeleuchtung festgestellt. Über 20 Kabelfehler wurden entdeckt, und eine Reparatur ist nicht mehr sinnvoll. Der Gemeinderat hat daher dem Austausch des Straßenbeleuchtungskabels in der Industriestraße zugestimmt. Die Kosten dafür belaufen sich auf etwa 96.000 Euro netto, und zusätzlich plant die Gemeinde, die 15 beanstandeten Straßenlampen im Ortsbereich auszutauschen, was rund 45.000 Euro netto kosten wird.

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Gemeinschaft und Engagement

<pEin weiterer wichtiger Punkt in Dorfprozelten ist die Gründung eines Arbeitskreises für Jugend und Senioren, der in der konstituierenden Sitzung am 12. Mai teilweise besetzt wurde. Neue Mitglieder sind unter anderem Angela Brand, Katja Huskitsch, Christine Klappenberger, Nicole Krebs, Sophie Lotzow und Carmen Pfeifer. Die Leitung hat Gemeinderätin Sabine Kettinger übernommen, die zudem das Amt der Jugendbeauftragten innehat. Es tut gut zu sehen, wie sich die Gemeinde für die Bedürfnisse aller Generationen engagiert!

Ein bemerkenswerter Aufruf kam auch vom Förderverein Bürgerspital Wertheim e.V. Er bittet um eine Spende von 10.124 Euro, da sich die Patientenzahlen und die Einwohnerzahlen verändert haben. Bürgermeisterin Elisabeth Steger machte darauf aufmerksam, dass die Spende freiwillig sei. Das Ratsgremium hat die Spende für das Jahr 2026 einstimmig bewilligt – eine Geste der Solidarität in schwierigen Zeiten.

Die Flurneuordnung in Dorfprozelten ist nicht nur ein wichtiges Instrument zur Entwicklung der ländlichen Region, sondern bringt auch zahlreiche Vorteile mit sich. Ähnlich wie in Hessen, wo Flurneuordnung als Teil einer integrierten ländlichen Entwicklung betrachtet wird, zielt man hier darauf ab, die Agrarstruktur zu verbessern, die Dorferneuerung voranzutreiben und die Infrastruktur zu fördern. Es ist spannend zu beobachten, wie sich die Dinge in Dorfprozelten entwickeln – eine kleine Gemeinde mit großen Plänen!

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