Heute, am 1. Mai 2026, ist es in Großostheim, im malerischen Kreis Miltenberg, Bayern, an der Zeit, die Geschwindigkeit zu drosseln! Der Grund? Eine mobile Radarkontrolle, die die Autofahrer in Aufregung versetzt. Im Bereich der B469, mit der Postleitzahl 63762 in Niedernberg, wird bereits seit 06:43 Uhr geblitzt. Hier gilt es, das vorgegebene Tempolimit von 120 km/h nicht zu überschreiten, denn die Gefahr, in die Radarfalle zu tappen, ist hoch.
Die Liste der Radarkontrollstandorte ist jedoch nicht in Stein gemeißelt und kann sich im Tagesverlauf ändern. Autofahrer sollten daher besonders aufmerksam sein. Und ein kleiner Hinweis am Rande: Radarwarner im Fahrzeug sind verboten, ebenso wie die Nutzung von Blitzer-Apps in Echtzeit. Wer sich nicht an die Vorschriften hält, könnte sich schnell mit den Paragraphen der Straßenverkehrsordnung konfrontiert sehen. So besagt § 23 Abs. 1b StVO, dass Fahrer keine technischen Geräte betreiben oder mitführen dürfen, die Verkehrsüberwachungen anzeigen oder stören.
Rechtsgrundlagen und Vorschriften
Doch was steckt eigentlich hinter diesen Blitzern? Blitzer müssen zahlreiche Vorschriften und gesetzliche Vorgaben beachten, um als Grundlage für Bußgeldbescheide zu dienen. Die Zulassung der Messgeräte, regelmäßige Eichungen und die Zuständigkeit der Behörden sind dabei zentrale Punkte. In Deutschland variiert die Rechtsgrundlage für Blitzer je nach Bundesland, denn die Zuständigkeit für Geschwindigkeitsüberwachungen liegt in den Händen der Länder.
Wichtig zu wissen ist auch, dass private Firmen keine Blitzer betreiben dürfen, da ihre Messungen nicht als Grundlage für Bußgeldbescheide dienen können. Diese Entscheidung fällte das Oberlandesgericht Frankfurt am Main (Az.: 2 Ss-OWi 942/19). Autofahrer, die den Verdacht haben, dass die Richtlinien nicht eingehalten wurden, können innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt eines Bußgeldbescheids Einspruch einlegen.
Messgeräte und Eichung
Die Geschwindigkeitsmessung ist eine hoheitliche Aufgabe, die von der Polizei oder kommunalen Behörden durchgeführt werden muss. Die Messgeräte müssen bestimmten Anforderungen genügen und werden jährlich geeicht. Die Rechtsgrundlage für die Eichung und Zulassung der Messgeräte bildet das Eichgesetz sowie die Eichordnung und die Zulassungsvorschriften der Physikalisch-Technischen-Bundesanstalt (PTB). Diese legt auch Toleranzwerte fest, um eventuelle Ungenauigkeiten auszugleichen.
Im Zweifelsfall, etwa bei Fragen zur Rechtmäßigkeit einer Blitzer-Messung, kann es hilfreich sein, einen Anwalt für Verkehrsrecht zu konsultieren. So bleibt man auf der sicheren Seite und kann eventuelle Unstimmigkeiten klären.
Insgesamt zeigt sich, dass es sich lohnt, die Verkehrsregeln und die bestehenden Vorschriften zu beachten. Wer sicher unterwegs sein möchte, sollte nicht nur auf die Geschwindigkeit achten, sondern auch auf die aktuellen Informationen zu Radarkontrollen. So bleibt man nicht nur auf der richtigen Spur, sondern fährt auch mit einem guten Gefühl durch die wunderschöne Region Bayern.