Heute ist der 27.06.2026 und ich sitze hier in Miesbach und kann nicht anders, als über die jüngsten Ereignisse am Schliersee zu berichten. Es ist ein schöner Sommertag, die Sonne strahlt, und doch hat die Natur hier ihre Herausforderungen. Am Wochenende, genauer gesagt am 26. und 27. Juni, hat die Wasserschutzpolizei Miesbach gleich mehrere Naturverstöße festgestellt, die uns alle betreffen könnten.

Am Samstag, dem 27. Juni um 13:28 Uhr, wurde ein Tretboot an der Insel Wörth kontrolliert. An Bord ein Pärchen aus München, das anscheinend nicht wusste, dass sie sich in einer Schutzzone im Schilf befanden. Der 41-jährige Verantwortliche gab an, die Schutzbojen schlichtweg nicht gesehen zu haben. Na ja, das passiert – aber wie kann man nicht wissen, dass das Befahren des Schilfs verboten ist? Die Polizei war schnell zur Stelle, verwies das Paar aus dem Uferbereich und stellte eine Ordnungswidrigkeitenanzeige aus. Was für ein Schreckmoment für die beiden! Am Freitag zuvor waren bereits mehrere Stand-up-Paddler aus Schutzzonen verwiesen worden, und ein Familienvater musste daran erinnert werden, dass sein Sohn nicht einfach ins Schilf waten und dort Pflanzen abknicken und herausreißen sollte.

Der Schutz unserer Natur

Im Gemeinderat Schliersee wird die Bedeutung der Landschaftsschutzgebiete derzeit großgeschrieben. Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer (CSU) hat kürzlich angekündigt, dass alle Einwände zum Thema Landschaftsschutz ans Landratsamt weitergegeben werden. Es besteht Änderungsbedarf, insbesondere bei den Regelungen für Mountainbike-Strecken und den Schutz von stark frequentierten Wanderwegen. Hier wird klar, dass es nicht nur um das Tretbootfahren geht. Auch der Mountainbike-Tourismus hat seine Tücken. Immer wieder gibt es Beschwerden über Wildcamper an den Josefstaler Wasserfällen oder unzulässige Mountainbikestrecken, die sich einfach nicht mit dem Schutz der Natur vereinen lassen.

Der Bürgermeister bezeichnete die Landschaftsschutzgebiete als ein wichtiges Instrument zur Eindämmung von Verstößen in der Natur. Dabei ist es spannend zu hören, dass das Landratsamt 35 Mountainbikestrecken von einem Radlverbot auf Wegen unter 1,5 Metern Breite ausgenommen hat. Voraussetzung ist jedoch, dass Mountainbiker keinen Schaden hinterlassen – eine Herausforderung für viele, wie wir wissen. Fußgängern muss Vorrang gewährt werden. Die Einigkeit, dass es nicht ausreichend legale Mountainbiketrails in Schliersee gibt, bringt die Beteiligten nun dazu, Lösungen zu suchen. Schnitzenbaumer hat auch erwähnt, dass an einem neuen Angebot am Schliersberg gearbeitet wird – da bin ich gespannt, was da auf uns zukommt!

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Ein Blick in die Zukunft

Es wird Zeit, dass wir alle mehr über die Schutzgebiete informiert werden. Astrid Leitner (CSU) schlägt vor, die Grenzen des freien Betretungsrechts besser zu kommunizieren, um Vegetationsschäden zu vermeiden. Und Leonhard Markhauser (CSU) berichtete von der weit verbreiteten Unwissenheit über die Schutzgebiete. Das kann uns nicht egal sein! Eine vorläufige Sicherungssatzung soll hier Abhilfe schaffen.

Die Gemeinde wird Änderungswünsche bis zum 11. August sammeln und ans Landratsamt weitergeben. Es bleibt also spannend, wie sich die Lage in Schliersee entwickeln wird. Die Natur ist unser wertvollstes Gut – und es liegt an uns, sie zu schützen. Immerhin wollen wir auch in Zukunft unseren Kindern die Schönheit unserer Heimat zeigen können, oder?

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