In Miesbach dreht sich alles um das Sammeln außergewöhnlicher Stücke! Maria Krüger-Basener und Alexander Langheiter vom Museumsverein Miesbach sind auf der Suche nach kuriosen Exponaten für ihre kommende Ausstellung „Wunderkammer“, die im Oktober 2026 ihre Türen öffnen wird. Um bereits einen Einblick in die Schätze der Region zu bekommen, waren die beiden mit einem Stand auf dem Wochenmarkt in Miesbach vertreten.

Am Stand des Museumsvereins kamen viele Interessierte vorbei, die voller Stolz Fotos ihrer eigenen Schätze präsentierten. Unter den bereits gesammelten Exponaten stechen einige Stücke besonders hervor: Ein Zinnkrug eines Fahrradvereins aus den 1920er-Jahren, der als Zeitzeugnis für die damalige Massenbewegung des Fahrradfahrens gelten kann, sowie eine römische Amphore, die in den 1960er-Jahren nach Miesbach gebracht wurde. Ein weiterer Eyecatcher ist eine Uhrenkette aus geflochtenen Menschenhaaren, die etwa 100 Jahre alt ist und als starkes Erinnerungszeichen fungierte. Auch das Gemälde des „Mobsl“, eines ungewöhnlich gewachsenen Stieres aus dem Jahr 1705, und ein menschlicher Schädel, der im Birknergraben gefunden wurde und derzeit von der Gerichtsmedizin in München untersucht wird, machen die Sammlung besonders vielfältig.

Ein Blick in die Geschichte

Die Ausstellung „Wunderkammer“ wird sich mit den Vorläufern heutiger Museen beschäftigen. Hier werden nicht nur kuriose Objekte präsentiert, sondern auch deren geschichtliche und kulturelle Bedeutung für die Region beleuchtet. Das Gemälde „Mobsl“ stammt aus dem Schloss Wallenburg und spiegelt die Wichtigkeit der Viehzucht in der Umgebung wider. Auch der menschliche Schädel, als Teil dieser faszinierenden Sammlung, wird sicherlich auf großes Interesse stoßen.

Die Idee, eine „Wunderkammer“ zu kuratieren, ist nicht nur eine Hommage an vergangene Zeiten, sondern auch eine interessante Möglichkeit, mit der Geschichte der Region in Kontakt zu treten. Das Museum in Miesbach feiert 2026 zudem sein 120-jähriges Bestehen und plant, im Waitzinger Keller eine zusätzliche Ausstellung zu präsentieren, die der Geschichte Miesbachs gewidmet ist.

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Krüger-Basener und Langheiter sind optimistisch, dass noch viele weitere Schätze aus der Region zu ihnen finden werden. „Wir haben ein gutes Händchen dafür, was die Miesbacher so zu bieten haben“, so Krüger-Basener. Mit dieser Leidenschaft für das Kuratieren wird die Ausstellung „Wunderkammer“ garantiert ein Event, das viele Besucher anlocken wird.